• News

Anzeige

Schule verlangt tiefe Verbeugungen der Schülerinnen gegenüber Lehrern

Versammlungen an dieser Schule sehen mit den tiefen Verbeugungen der Schülerinnen mehr wie ein Kult-Treffen aus. Und doch ist es das, was von den Mädchen verlangt wird. Sie müssen sich auf den Boden knien und so tief verbeugen, dass der Oberkörper parallel zum Boden ist.

Der japanische Mittelschullehrer und Twitter-Nutzer @barbeejill3 entwickelte sich zu einem lautstarken Kritiker der japanischen Schulen. Denn er zeigt lächerliche Regeln und Fehlverhalten von Lehrern auf, das er selbst mit angesehen hat. Zuvor sprach er sich gegen eine Schule aus, die ihren Schülern verbot, farbige Schutzmasken zu tragen. Die Masken gegen Pollen und Keime müssen dort allein weiß sein. Zudem warnte er Schulmädchen vor Lehrern, die sich ihren minderjährigen Schülern in romantischer Weise zu nähern versuchen.

Vor Kurzem kontaktierte ihn eine anonyme japanische Teenagerin. Sie besucht eine Handelshochschule, deren Schülerinnen direkt nach dem Abschluss zu arbeiten beginnen – ähnlich einer Realschule in Deutschland. Das Mädchen gab zwar nicht den Namen der Schule preis, sendete jedoch ein Foto von einer Versammlung dort. Was es zeigt, ist für das japanische Bildungssystem keinesfalls normal.

Laut der Schülerin erklären die Lehrer dort, dass Besucher der Schule das Verhalten der Mädchen loben. Bei jeder Versammlung wird von ihnen verlangt, dass sie Seiza – das Knien im japanischen Stil – machen und sich verbeugen. Während nicht klar ist, ob Besucher tatsächlich beeindruckt sind oder die Administratoren dort dies nur behaupten, hat die Online-Gemeinschaft eine klare Meinung. „Die Lehrer schauen buchstäblich auf die Schüler herab,“ schreibt ein Nutzer. Jemand anderes findet: „Da Schüler sich Tag für Tag vor ihnen verbeugen, bekommen die Lehrer noch die Illusion, dass sie großartige, wichtige Menschen sind.“ Andere Nutzer beschreiben es als Praktizieren eines Kults.

Verbeugungen in der Schule und im Alltag sind normal – doch nicht so tief

Es ist in Japan zwar üblich, dass Schüler sich vor Lehrern verbeugen, doch geschieht dies im Allgemeinen im Stehen. So ist es auch im alltäglichen Leben dort. Denn Begrüßungen geschehen über Verbeugungen. Ob im Geschäft, in der Firma, in der Schule, beim Sport oder in anderen alltäglichen Situationen – die Verbeugung ist ein Teil des Alltags. Nicht jedoch das Knien auf dem Boden.

Verbeugungen, die kniend ausgeführt werden, gibt es hauptsächlich im Sport oder in traditionellen japanischen Ryokans. In den Hotels sind sie auch sehr selten und werden vom Personal dem Gast gegenüber ausgeführt. Beim Karate, Judo und Kendo gehören sie zum Sport dazu. Doch auch dort sind sie nicht so einseitig. Es ist üblich, dass auch der Lehrer, Trainer oder Ausbilder selbst kniet und die Verbeugung ebenso tief erwidert. Auch dort, wo diese Art der Verbeugung dazu gehört, steht also niemand einfach so über den niederknienden Schülern. Anders als in der Schule, wo die Lehrer vor der Gruppe der Schülerinnen stehen und die Verbeugung nicht erwidern. Wie es auf dem Bild aussieht, müssen die Mädchen diese Position auch für längere Zeit halten, was ebenfalls sehr unüblich ist.

Leider gibt es trotz der vielen Reaktionen online eher wenig Hoffnung auf eine Änderung der Situation in der Schule. Denn grundsätzlich ändern nur sehr wenige Bildungseinrichtungen ihre Regeln, noch weniger aufgrund negativer Kritiken im Netz. So bleibt bloß zu hoffen, dass die Mädchen zumindest gut gepolstert knien können.

Quelle: Hachima Kiko

Anzeige

Anzeige

Nachrichten

Trump trifft als erster Staatsgast den neuen japanischen Kaiser

Der US-Präsident Donalds Trump und die First Lady der USA Melania Trump werden die ersten Staatsgäste sein, die den neuen japanischen Kaiser treffen.Der Staatsbesuch...

Anti-Terror-Übung am Narita-Flughafen

Tokyo wird innerhalb der nächsten zwei Jahre zwei sportliche Großevents beherbergen. Im Herbst findet die Rugby-WM statt und nächstes Jahr die Olympischen Spiele. In...

Datenbank über Japaner, die während des Zweiten Weltkriegs in Australien begraben wurden, fertiggestellt

Eine umfassende Datenbank mit japanischen Staatsbürgern, die während des Zweiten Weltkriegs in Australien gestorben und auf einem Kriegsfriedhof begraben wurden, wurde nun fertiggestellt.Das Cowra...

Auch interessant

Naruto-Themenpark in der Präfektur Hyogo eröffnet

Im November wurde der Naruto und Boruto Themenpark angekündigt, der nun seine Tore für die Besucher geöffnet hat.Der neue Parkabschnitt “NARUTO & BORUTO SHINOBI-ZATO”,...

Masako Wakamiya: Eine der ältesten App-Entwicklerinnen der Welt

Für eine der ältesten App-Entwicklerinnen weltweit erwies es sich langfristig als Vorteil, ein „dokkyo roujin“ zu sein – ein älterer Mensch, der alleine lebt.Im...

Beliebte Artikel

Eiichiro Oda: Stirb für “One Piece”.

Dass Eiichiro Oda durch seinen Hitmanga One Piece sehr beschäftigt ist, war den meisten Lesern bereits bekannt.Er betonte einst, lediglich von 2:00 bis 5:00 Uhr...

Gesehen: Akira (2014)

Im August gab Universum Anime bekannt, dass der Klassiker Akira in einer überarbeiteten Fassung noch 2014 auf den Markt kommen wird, genauer am 31...

Trailer zu “Maestro!”

"Maestro!" basiert auf den gleichnamigen Musik-Manga von Saso Akira und kommt 2015 in die japanischen Kinos. Mit dabei sind Matsuzaka Tori und Sängerin...

Kommentare

1 COMMENT

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück