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Schulen in Japan müssen ihr Mittagessen an religiöse Bedürfnisse anpassen

Halal-Essen stellt Schulen vor Probleme

Japan versucht immer mehr ausländische Arbeitskräfte in das Land zu holen, um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, allerdings sehen sich dadurch immer mehr Institutionen Problemen gegenüber.

Denn eine Zunahme von ausländischen Einwohnern führt auch dazu, dass man sich auf deren Religion einstellen müssen und so sind besonders Schulen und Kindertagesstätten aufgefordert ihre Mittagsangebote anzupassen.

Nur wenige Schulen haben sich auf muslimische Kinder eingestellt

Bisher bieten nur wenige Kindertagesstätten und Schulen Alternativen wie zum Beispiel Halal-Food für Kinder an. Es gibt zwar staatliche Richtlinien, die vorschreiben, dass keine Lebensmittel, die Allergien auslösen, serviert werden dürfen, aber es gibt keine Richtlinie für religiöse Einschränkungen.

Immer wieder kommt es vor, dass Einrichtungen auch nicht bereit sind Lösungen anzubieten. So holte ein Ehepaar aus Bangladesch ihre 5-jährige Tochter aus einer Kindertagesstätte in Yokkaichi, da diese nicht auf die religiösen Vorschriften ihres Glaubens einging. Da Kinder in Yokkaichi kein eigenes Essen zur Schule mitbringen dürfen, forderten die Eltern die Kindertagesstätte auf, der Tochter kein Schweinefleisch vorzusetzen. Allerdings hielt sich niemand an diese Aufforderung. Der Leiter der Einrichtung argumentiere, es sei besser für ein Kind verschiedene Dinge zu essen.

Mehr zum Thema:  Ausländische Schüler stellen viele japanische Schulen vor Herausforderungen

Nach der letzten Beschwerde bot die Einrichtung dem Mädchen eine halbe Banane und eine Suppe an. Was allerdings keine ausgewogene Mahlzeit für ein Kind ist.

Der Leiter der Kindertagesstätte sagte: „Es ist schwierig, das Mittagessen eines Kindes zu berücksichtigen. Wir wissen nicht, wie wir mit dem Problem konkret umgehen sollen, es sei denn, die Stadtregierung hat eine Richtlinie ausgearbeitet.“

Schlechtes Verständnis für religiöse Bräuche

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Yokkaichi erklärte, das Problem sei auf das schlechte Verständnis der Einrichtung für religiöse Bräuche und die mangelnde Kommunikation mit den Eltern zurückzuführen.

Da die Zahl der muslimischen Kinder in Japan zunehmen wird, müssen allerdings Lösungen für solche Probleme ausgearbeitet werden.

Da durch verschiedene Initiativen der japanischen Regierung immer mehr Muslime aus Ländern wie Indonesien, Pakistan und der Türkei nach Japan kommen werden, wird das Problem noch größer werden.

Nur wenig Bereitschaft etwas zu ändern

Laut einer Umfrage des Amtes für administrative Evaluierung des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation aus dem Jahr 2017 unter den 20 Städten in Fudschijama, die eine große indonesische und pakistanische Bevölkerung haben, haben 14 von den Grundschülern und Schülern der Mittelstufe ihre eigenen Mittagessen mitgebracht. Gründe dafür: Nur acht Einrichtungen haben Schritte unternommen, bei den Zutaten auf religiöse Bestimmungen zu achten.

Nagoya, dass seit 2016 die größte Anzahl an türkischen und indonesischen Einwohnern in Japan aufweist, hat keine Richtlinien für halal-konforme Schulmahlzeiten. Allerdings dürfen die Kinder ihr eigenes Essen mitbringen.

In der Minato-Nishi Nursery School, die zu 16 Prozent aus Muslimen besteht, wird für solche Kinder Fisch anstelle von Fleisch verwendet. Das Mittagessen wird auch in separaten Töpfen zubereitet.

Je multinationaler Japan wird, desto vielfältiger werden auch die Probleme, die Japan bewältigen muss.

Quelle: MA, TA, HA

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