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Schwangere müssen keine zusätzlichen Gebühren mehr zahlen

Obwohl Japans Gesundheitssystem als ausgesprochen gut gilt, gibt es eine Sache, die vor allem Frauen ärgerte. Schwangere müssen nämlich im Krankhaus zusätzliche Gebühren bezahlen. Auf die Behandlung kommt es dabei nicht an und selbst einfache Rezepte verursachen zusätzliche Kosten. Das will die Regierung jetzt ändern und schafft die Gebühren zum nächsten Jahr ab.

Ab Januar 2019 soll es, laut dem Gesundheitsministerium, die Regelung nicht mehr geben. Das Beratungsgremium stimmte bereits dem Plan zu und somit steht der Abschaffung fast nichts mehr im Wege. Das ursprüngliche System gibt es erst seit April 2018 und sollte den Frauen eigentlich helfen. Das Ministerium hoffte nämlich, dass medizinische Einrichtungen den Müttern mehr Aufmerksamkeit schenken.

Nach der ursprünglichen Regelung mussten Schwangere beim ersten Krankenhausbesuch 5,87 Euro zahlen. Für jeden weiteren Besuch gab es eine Gebühr von 2,97 Euro. Da die staatliche Krankenkasse davon 70 Prozent übernahm, blieb ein Rest von 1,80 Euro bis 0,86 Euro.

In den letzten Wochen geriet das System allerdings immer mehr in die Kritik. Einige bezeichneten es sogar als eine Steuer für Schwangere. Zumindest helfe die Idee nicht dabei, Frauen zu motivieren, Kinder zu bekommen. Genau das Gegenteil von dem, was Premierminister Shinzo Abe erreichen will. Er will nämlich die Geburtenrate erhöhen und Frauen das Kinderkriegen attraktiver machen. Aufgrund des negativen Feedbacks kündigte der Minister für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt, Takumi Nemoto, an, dass sie das System zurückziehen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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