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Auch afghanische Helfer sollen evakuiert werden

SDF beginnt mit der Evakuierung von Japanern aus Afghanistan

Die japanische Regierung hat am Montag beschlossen, Flugzeuge der Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) nach Afghanistan zu entsenden, um japanische Staatsangehörige und afghanische Mitarbeiter der japanischen Botschaft und der Japan International Cooperation Agency (JICA) zu evakuieren.

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Die Entscheidung für diesen Einsatz fiel auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates, der am Montag über das Thema beriet.

SDF muss mehrere japanische und afghanische Staatsangehörige evakuieren

Japans Verteidigungsminister Nobuo Kishi erteilte der SDF den Einsatzbefehl auf der Grundlage des Gesetzes über die Selbstverteidigungsstreitkräfte, erklärte Kabinettssekretär Katsunobu Kato auf einer Pressekonferenz.

Japan schickt drei Transportflugzeuge nach Kabul, nachdem das US-Militär versichert hatte, dass die Sicherheitslage auf dem Flughafen der Stadt stabil sei und die Starts und Landungen normal verlaufen würden.

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Laut mehrerer Medienberichte kam es allerdings am Montag direkt am Flughafen zu einem Schusswechsel.

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Die japanische Botschaft in Afghanistan ist aufgrund der Machtübernahme durch die Taliban geschlossen worden. Am 17. August flohen 12 Botschaftsmitarbeiter mit einem britischen Militärflugzeug nach Dubai aus dem Land. Der Betrieb der Botschaft wurde in einem provisorischen Büro in Istanbul fortgesetzt.

Mehrere japanische Staatsangehörige, die bei internationalen Organisationen arbeiten, sowie afghanische Mitarbeiter der Botschaft und der JICA hielten sich jedoch noch in Afghanistan auf, wie die japanische Regierung mitteilte.

„Einheimische sind auch unsere Leute“

„Einheimische Mitarbeiter sind auch unsere Leute“, heißt es dazu aus der Regierung. Sowohl in der Botshaft als auch bei JICA sind mehrere Dutzende afghanische Staatsangehörige beschäftigt.

Die Außenminister der G7 waren sich bei einem Online-Treffen am 19. August einig, dass die Evakuierung ihrer Staatsangehörigen und derjenigen, die aus dem Land fliehen wollen, eine große Herausforderung darstelle und dass die Mission schnell durchgeführt werden müsse.

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Die Staats- und Regierungschefs der G7 werden voraussichtlich am 24. August eine Online-Sitzung abhalten, um die Lage in Afghanistan zu erörtern.

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