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Selbstmord in Japan: Gesamtrate nimmt ab

Aber mehr Selbstmorde bei zwischen 11- und 19-Jährigen

In Japan ist die Selbstmordrate bei unter 20-Jährigen im vergangenen Jahr auf ein trauriges Rekordhoch gestiegen. Der Hauptauslöser für den Selbstmord war meist die schulische Leistung bzw. Druck in Bezug auf schulische Leistung.

Die japanische Regierung hat am Dienstag ihren Bericht zum Thema Selbstmord vorgestellt. Insgesamt nahm die Zahl der Selbstmorde in Japan im neunten Jahr in Folge ab, im Jahr 2018 begingen 20.840 Menschen Suizid. Damit fiel die Rate das erste Mal seit 37 Jahren auf unter 21.000 Fälle. Auf 100.000 Menschen berechnet lag die Rate bei 16,5 Prozent, einem Rekordtief seit Beginn der Aufzeichnungen. Ziel von Präventionsmaßnahmen, die im Jahr 2017 verabschiedet wurden, ist es, die Rate bis 2026 auf 13 oder weniger zu senken.

Mehr Selbstmorde bei jüngster Generation

Im Kontrast dazu steht die Entwicklung der Selbstmorde von Personen unter 20 Jahren. Diese ist seit 1998 etwa konstant, hat im vergangenen Jahr aber zugenommen und ein trauriges Rekordhoch erreicht. Insgesamt stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 32 Fälle auf 599. Unter zehn Jahre alt war im vergangenen Jahr kein Opfer.

Mehr zum Thema:  Selbstmord die häufigste Todesursache bei japanischen Kindern zwischen 10 und 14 Jahren

In 568 Fällen konnte durch Abschiedsbriefe oder ähnliches ein Grund für den Selbstmord gefunden werden. Dabei führten 33 Prozent schulische Probleme an, 21 Prozent nannten Gesundheitsprobleme und 20 Prozent Familienprobleme. Die schulischen Probleme wurden weiter differenziert in schlechte Leistungen (30 Prozent), Zukunftssorgen (24,5 Prozent) und Probleme mit Schulkameraden (14 Prozent).

Unterschiedliche Gründe für Suizid

In den Altersgruppen und auch nach Geschlechtern gibt es Unterschiede. Bei den Grundschülern waren besonders familiäre Probleme der Grund für den Selbstmord. Bei den älteren Jungen waren mangelnde schulische Leistungen, bei den Mädchen Uneinigkeit mit den Eltern der Grund. In den älteren Generationen wurden besonders oft Depressionen als Ursache genannt.

Aufgrund der vorliegenden Zahlen will die Regierung die Maßnahmen zur Selbstmordprävention überprüfen und verstärken. Die Situation unter Jugendlichen soll besonders im Auge behalten werden. „Wir werden mehr tun, um eine Gesellschaft zu erreichen, in der niemand durch die Zusammenarbeit mit anderen Ministerien und Behörden in den Selbstmord getrieben wird“, sagte Gesundheits-, Arbeits- und Sozialminister Takumi Nemoto auf einer Pressekonferenz.

Quelle: kyodo, MA

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