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Tiere zeigen sichere Natur

Seltene Tier- und Pflanzenarten geben Fukushima Hoffnung

Zehn Jahre nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima ist die Präfektur weiterhin nicht komplett bewohnbar. Auch so hält die Angst vor der Strahlung bei den Menschen an. Seltene Tier- und Pflanzenarten geben deswegen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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In der Präfektur wurden in den letzten Jahren immer wieder seltene und bedrohte Arten gefunden. Im Juli entdeckte eine Gruppe im Unterholz eines Sumpfes Käfer, Rückenschwimmer und andere Wasserschildkäfer. Auch Riffbarsche und Weißschwanz-Skimmer wurden entdeckt.

Artenvielfalt ist gewachsen

Im letzten Jahr wurde hingegen erstmals ein „Esaki amenbo“ in der Präfektur gefunden. Die Art ist vom Aussterben bedroht. In Soma wurden gebietsfremde Ochsenfrösche gefunden, die es 2011 noch nicht in der Region gegeben hat.

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Da die Art vor allem heimische Insekten bedroht, wurde jagt auf die Frösche gemacht und das mit Erfolg. Allgemein zeigen Untersuchungen, dass die Biodiversität auch auf den Ackerflächen der Region zugenommen hat.

Zwischen 2018 und 2020 wurden 44 Reisfelder in acht Gemeinden auf ihre Artenvielfalt hin untersucht. Es zeigte sich, dass 20 bis 60 Prozent der Felder eine hohe Biodiversität aufweisen. 28 Arten an Wasserinsekten, Tokyo Daruma Teichfrösche und zahlreiche andere Arten, die immer mehr verschwinden, wurden gefunden. Die Artenvielfalt stieg sogar weiter an, nachdem der Anbau wieder aufgenommen wurde.

Menschen bleiben misstrauisch

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All die Meldungen machen Hoffnung darauf, dass sie helfen, den schlechten Ruf von Fukushima abzubauen. Die Vielfalt der seltenen Arten würde zeigen, dass das Gebiet nicht gefährlich ist und es der Natur prächtig geht.

Landwirtschaftliche Produkte aus der Region haben immer noch einen schlechten Ruf, obwohl für sie die Sicherheitsstandards höher sind als bei anderen Präfekturen. Zusätzlich hat seit 2015 kein Reissack die Grenze für die Strahlenbelastung überschritten.

Eine Umfrage der Verbraucherbehörde ergab, dass bei 5.000 Befragten 8,1 Prozent bei Produkten aus Fukushima wegen der Strahlung zögerten. Im Ausland ist man noch deutlich misstrauischer, was Ware aus der Region betrifft.

Fukushima setzt sich für den Naturschutz ein

Aus dem Grund wird sich bemüht, die Natur in Fukushima als florierend und sicher zu präsentieren. So beteiligen sich lokale Schulkinder an Umfragen und der Schädlingsbekämpfung, während sie gleichzeitig etwas über Artenvielfalt lernen. Bei vielen ist die Begeisterung groß, wenn sie seltene Arten finden.

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Ein Sumpf in Soma wurde zum Schutzgebiet erklärt. In ihm leben verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die in Gefahr sind. Dazu wurden 10 Pflanzen gefunden, die vom Aussterben bedroht sind und in der Schutzzone geschützt werden müssten.

Mittlerweile stehen neun Feucht- und Wattgebiete mit einer Fläche von 27 Hektar in Fukushima unter Schutz. Die Präfektur zeigt sich allgemein flexibel beim Naturschutz und versucht, Gebiete, so gut es geht, zu erhalten.

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