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Seltener weißer Schwertwal vor Hokkaido gesichtet

Wale und Seerobben sind vor den Küsten Japans nicht unbedingt ein seltener Anblick. Ein Unterwasserbesucher sorgte nun allerdings vor Hokkaido für viel Aufregung. Einem Forscher gelang es, einen weißen Schwertwal zu sichten und zu fotografieren.

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Der Forscher Professor Hiroshi Oizumi von der Tokai-Universität entdeckte das Tier in der Nemuro-Straße vor Rausu im Nordosten von Hokkaido. Das University Alliance for Hokkaido Orca Research Project (Uni-HORP) bestätigte, dass weiße Schwertwale äußerst selten sind. Besonders vor Japan tauchen die Tiere kaum auf. Es ist demnach das erste Mal, dass es einem japanischen Forscher gelang, ein Foto von der Sichtung zu machen.

Oizumi war Teil einer Gruppe, die am 16. Mai das Meer beobachtete. Die Nemuro-Straße liegt dabei zwischen der Shiretoko-Halbinsel, die als UNESCO-Weltnaturerbe gilt, und der Kunashiri-Insel. Sie ist in der letzten Zeit vor allem durch die Territorialstreitigkeiten in den Mittelpunkt gerückt, da sie eigentlich zu Russland gehört. Japan fordert sie und drei weitere Inseln jedoch als ihr Eigentum zurück.

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Ähnlichkeit mit anderen Sichtungen

Das hinderte die Forscher jedoch nicht daran, gleich zehn Tiere in dem russischen Gebiet rund zehn Kilometer vom Festland entfernt zu entdecken. Um 13:30 Uhr sichteten sie den weißen Schwertwal. Er befand sich nur rund fünf Kilometer von dem Schiff entfernt, auf dem sich Oizumi und seine Kollegen befanden.

Bild: Tokai University Professor Hiroshi Oizumi)

Es ist gut möglich, dass russische Forscher das Tier schon vor einigen Jahren entdeckten. Yoko Mitani von der Hokkaido University erklärte, dass ein russischer Forscher 2010 einen männlichen weißen Schwertwal fotografierte. Das Tier war in einer Gruppe von 12 weiteren Schwertwalen vor der Küste von Commander Islands östlich von Kamtschatka unterwegs. Die Wissenschaftler gaben ihm aufgrund seines Aussehens den Spitznamen Eisberg. 2014 gab es ebenfalls Sichtungen von einem weißen Schwertwal zwischen Kamtschatka und Hokkaido. Ob es sich dabei um Eisberg handelte, lässt sich jedoch nicht sagen.

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Quelle: MS

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