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Seltenes japanisches Porzellan in Österreich gefunden

Bei einem massiven Fund tauchte eine Kollektion besonderer wertvoller japanischer Porzellan-Gegenstände auf. Sie wurden auf einem österreichischen Schloss entdeckt. Und einige von ihnen haben einen besonders hohen kulturellen Wert für Japan.

Der Großteil der zehntausenden von Fundstücken ist nur in Teilen erhalten. Grund dafür ist, dass während des zweiten Weltkriegs und der folgenden Zeit viele Kunstwerke absichtlich vernichtet wurden. Vor allem sowjetische Truppen waren dafür zuständig, wie ein Forschungsteam erklärte. Doch unter den neu gefundenen Gegenständen befinden sich sogar einige gut erhaltene, unzerbrochene Stücke. Mindestens drei davon gehören zu dem japanischen Imari Porzellan. Und ihr guter Zustand liegt darin begründet, dass sie Teil einer Sammlung waren, die einer Familie von Porzellanherstellern gehörte. Diese besaßen das Schloss in Loosdorf, nahe Wien, auf dem das Team all die Gegenstände entdeckte.

Ko-Imari Porzellan Schüssel
Quelle: Wikimedia Commons

Unter den vollständig intakten Kunstwerken ist auch ein Topf, der als Lampenständer verwendet wurde. Er ist verziert mit einem Relief, bei dem in der Mitte Geflügel zu sehen ist, das von Blumen und Pflanzen umrandet ist. Außerdem entdeckte das Team auch eine „sukashibori Monyo“, eine netzartige Porzellan-Vase, die von einer mythologischen Kreatur in blau geschmückt ist. Arbeiten in einem ähnlichen Stil sind in Japan extrem selten zu finden. Daher erklärte Masaaki Arakawa, Leiter des Teams und Professor für japanische Kunstgeschichte an der Gakushuin Universität: „Wir überlegen, die Teile, die historischen Wert haben, nachdem wir alles zurück nach Japan gebracht und wiederhergestellt haben, in einer Ausstellung zu präsentieren, die 2020 stattfindet. […] Danach würden wir sie zu dem Schloss zurückbringen.“

Porzellan kunstvolles Muster
Quelle: Wikimedia Commons

Das japanische Ko-Imari Porzellan faszinierte europäische Könige

Die Mehrheit der gefundenen Stücke konnte das Team dem Ko-Imari Porzellan zuordnen. Viele Teile davon stammen aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Sie sind im damals üblichen Kinrande Stil gefertigt. Dieser ist bekannt für seinen opulenten Stil und die Nutzung der Farben rot und Gold. Daher stammt auch die Zuordnung als Ko-Imari Porzellan, in Abgrenzung zum noch heute produzierten nur Imari genannten.

Viele Teile dieses besonderen Porzellans faszinierten Könige und ihre Lehnsherren im Ausland besonders. So ist es nicht verwunderlich, dass der Export vieler Teile nach Südostasien und Europa begann. Ein Großteil der Anfertigungen, die im Arita Distrikt der Präfektur Saga entstanden, war für Könige im Ausland gedacht. Denn diese waren begeistert von den weißen Hintergründen mit leuchtenden Orange-, Eisenrot-, Blau- und Goldtönen. Die Zuständigen Personen versandten die Kunstwerke in der Edo Periode von 1603-1867 von einem Hafen mit dem Namen Imari aus. An ihren Zielorten nutzten die hochgestellten Personen sie dann zumeist als Dekoration, die Wohlstand und Macht beschrieb.

Quelle: Asahi Shimbun

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