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Inder und Französin erhalten Dankesschreiben

Sendai Polizei zeichnet Ausländer aus, die Suizid verhindern

Suizid ist in Japan vor allem unter jungen Menschen ein großes Problem. Während die allgemeinen Zahlen zurückgehen, steigen die Selbstmorde unter Schülern. Zwei Ausländer konnten kürzlich jedoch den Tod von einem jungen Mädchen verhindern können. Die Polizei von Sendai zeichnetet sie dafür jetzt aus.

Am Freitag überreichte die Sendai Chuo Police Station unter Applaus den Rettern ein Dankesschreiben. Es handelt sich dabei um die 24 Jahre alte Französin Eliza Larsen, die als Forschungsstudentin an der Tohoku University arbeitet und um den 31 Jahre alten Inder Karthik Saud von dem National Institute of Advanced Industrial Science and Technology.

Hilfe trotz Sprachbarriere

Die beiden hatten verhindert, dass sich eine Schülerin von einer Brücke im Aoba Bezirk der Stadt stürzen konnte. Zu dem Vorfall kam es am 31. Mai um etwa 18 Uhr. Larson war auf dem Nachhauseweg und sah das Mädchen, das an der Außenseite des Geländers stand. Larson wusste nach eigenen Angaben nicht genau, wie sie helfen sollte, da sie kein Japanisch kann.

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Sie versuchte deswegen auf Englisch das Mädchen zu überreden, nicht zu springen und sagte ihr, dass sie nicht sterben sollte. Larson schaffte es, sie zu überreden und wieder in Sicherheit zu bringen. Als das Mädchen sich zu einem sicheren Ort begeben wollte, ging Larson.

Ungutes Gefühl bringt Studentin zurück zur Brücke

Als sie zu Hause war, bekam sie jedoch ein ungutes Gefühl. Zusammen mit Saud, der mit ihr im selben Wohnheim wohnte, gingen sie erneut zur Brücke, um nach dem Mädchen zu suchen. Tatsächlich fanden sie in der Nähe die Schülerin, die immer noch nicht nach Hause gegangen war.

Gemeinsam passten sie auf das Mädchen auf und warteten, bis ein Polizist zur Hilfe kam. Sie motivierten sie dabei ruhig weiter zu weinen und legten ihr zum tröstend die Hand auf die Schulter. Gegenüber Reportern gab Larson an, dass sie froh ist, dass sie so trotz der Sprachbarriere helfen konnte.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

SN

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