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Einen Monat lang arbeitete die Frau jeden Tag von morgens bis in die Nacht durch

Seniorin häkelt hunderte Socken und Lappen für Taifun-Opfer in Japan

Nachdem Taifun Hagibis im Oktober in Japan getobt hatte, haben zahlreiche Menschen fast ihr ganzes Hab und Gut verloren. Eine Seniorin aus der Stadt Takanabe in Miyazaki wollte deswegen helfen. Für die Menschen häkelte sie hunderte Socken und Waschlappen.

Keiko Minomo heißt die 81-Jährige, die in den letzten Wochen wie ein Weltmeister häkelte. Es brach ihr das Herz, als sie im Fernsehen eine ältere demente Person sah, die niedergeschlagen in einem Evakuierungszentrum ausharren musste. Zu dem Zeitpunkt hatte sie bereits 35 Paar Socken für eine Pflegeeinrichtung in der Nähe gehäkelt. Da sie jedoch befürchtete, dass der Winter schnell in den betroffenen Regionen eintrifft, beschloss sie, für die Menschen zu häkeln.

Bunte Socken für jedes Alter

Ursprünglich nahm sich Minomo vor, 100 Paar Socken zu machen. Am Ende waren es jedoch 165 Paar Socken und 160 Waschlappen, die sie nur in einem Monat herstellte. Jeden Tag begann sie noch vor dem Frühstück damit, mindestens eine Socke zu machen.

Bis in die Nacht arbeitete sie dann weiter und schaffte so sechs Socken pro Tag. Sie wollte dabei so schnell wie möglich arbeiten, bevor es kalt in den Regionen wird. Minomo war es dabei so wichtig, dass sie sogar Medizin nahm, damit sie trotz Schmerzen in der Schulter weitermachen konnte.

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Mit der Zeit bemerkte sie, dass sie nur Socken für ältere Frauen machte, obwohl ihre Männer, Kinder und Enkelkinder ebenfalls welche brauchen könnten. Daher häkelte sie Socken in sechs verschiedenen Größen, damit Erwachsene und Kinder warme Füße haben.

Die Idee zu den Waschtüchern kam ihr, als sie etwa 120 Socken hatte und sie sah, wie Menschen versuchten, sentimentale Gegenstände von Schlamm zu befreien. Sie fertigte daraufhin 100 Lappen in den Farben rot und grün an, die ebenfalls als Weihnachtsschmuck benutzt werden können. 60 weitere hatte sie bereits für einen anderen Anlass angefertigt.

Anfang Dezember war Minomo endlich fertig und verpackte alles in Kartons, damit die Sachen in die Präfektur Miyagi gebracht werden können. Verteilt werden die Sachen von Bekannten und über andere Wege in der ganzen Präfektur. Minomo selbst hofft, dass sie ein Gefühl der Verbundenheit bei den Menschen vermitteln konnte und jeder etwas Wärme spüren kann.

Seit sie 23 Jahre alt ist, strickt sie für ihre Familie die verschiedensten Dinge. Ihre gehäkelten Socken erfreuen sich dabei besonders bei ihren Freunden großer Beliebtheit. Teilweise war die Nachfrage so groß, dass sie schon im Sommer anfangen musste, damit alle im Winter ein Paar bekamen. Nun kann sie es kaum erwarten, dass ihre Socken und Waschtücher die Opfer der Katastrophe erreichen und ihnen helfen.

MS

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