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Sexuelle Belästigung von Studentinnen während der Jobsuche durch Alumni in Japan ein großes Problem

Fälle von sexueller Belästigung von Studentinnen während der Jobsuche, die sich an ihre Alumni wenden, sind laut der japanischen Polizei und Anwälten ein großes Problem.

Studenten, die in Japan einen Job suchen, wenden sich in der Regel an die Alumni ihrer Universität, um Einblicke und Ratschläge zu Unternehmen zu erhalten, für die sie arbeiten möchten. Oft treffen sie sich dafür persönlich mit Mitarbeitern der Alumni, in manchen Fällen auch in Bars oder Restaurants am Abend.

So auch eine 22-jährige Frau, der eine Belästigung widerfahren ist, als sie Rat suchte. Die Frau hatte im März ihren Universitätsabschluss gemacht. Sie wurde einem männlichen Angestellten eines Unternehmens vorgestellt, für das sie im Frühjahr 2017, als sie noch Studentin und mitten in der Jobsuche war, gehofft hatte arbeiten zu können.

„Gehst du, wird deine Bewerbung abgelehnt“

Der Angestellte bat sie, dass sie sich abends treffen müssten, da er tagsüber beschäftigt sei. Beide gingen Essen, wobei der Mann die junge Frau gewaltsam küsste und, nachdem sie ein wenig getrunken hatte, sie zwingen wollte mit ihm zu kommen.

„Es war unangenehm und ich wollte wirklich gehen“, erinnerte sich die Frau. „Aber er fing an mir zu drohen, dass wenn ich gehe, er dafür sorgt, dass meine Bewerbung abgelehnt werden würde.“

Immer mehr Fälle von sexueller Belästigung und Festnahmen

Der japanischen Polizei zufolge gab es seit Anfang des Jahres eine Reihe von Straftaten gegen weibliche Studenten, die sich von männlichen Alumni beraten lassen wollten.

Im Februar wurde ein Angestellter eines großen Bauunternehmens festgenommen, als er bei einer Studentin obszön wurde. Im März wurde ein Angestellter eines großen Handelshauses festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, eine Studentin erst betrunken gemacht und dann vergewaltigt zu haben.

Die Studentinnen haben die Täter jeweils über eine App kennengelernt, die Studenten und Alumni zusammenbringt. Solche Apps werden immer beliebter, da sie es einfach machen Alumni um Rat zu fragen. Ein Personalberater warnt jedoch davor, da sich immer mehr Menschen mit der Absicht gibt, diese Apps als Dating-App zu verwenden.

Treffen mit weiblichen Alumni sehr schwer

Die Karriereberaterin Akemi Ueda, die eine Beratungsfirma für Frauen betreibt, erkannte die Herausforderung, der sich Studentinnen stellen müssen, die lieber weibliche Mitarbeiter eines Unternehmens treffen möchten.

„Die Studenten können nützliche Informationen von weiblichen Angestellten erhalten“, so Ueda. „Aber es gibt nicht so viele Frauen in den Belegschaften. Außerdem sind viele weibliche Angestellte oft mit Kinderbetreuung beschäftigt und haben keine Zeit für ein Treffen.“

Sie empfiehlt Studentinnen, sich tagsüber in offenen Räumen (z.b. in einem Café) mit männlichen Alumni zu treffen. So lässt man keinen Raum für eine sexuelle Belästigung, so die Beraterin.

Viele Unternehmen in Japan reagieren mittlerweile allerdings und verstärken ihre Kontrollen. Eine Analyse der Maßnahmen zeigt, dass es noch lange nicht ausreicht.

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