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HomeNachrichten aus JapanShimane droht mit Absage des olympischen Fackellaufs

Regierung muss die Situation ernst nehmen

Shimane droht mit Absage des olympischen Fackellaufs

Die Präfektur Shimane droht damit, den olympischen Fackellauf abzusagen, der durch die Region führt, wenn sich die Coronavirus-Situation in Japans Hauptstadt nicht ändern.

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Der Gouverneur der Präfektur, Tatsuya Maruyama, sagte am Mittwoch, dass er gegen die Austragung der Olympischen Spiele und des Fackellaufs sei, da er glaubt, dass die Infektionsschutzmaßnahmen der japanischen Regierung und der Stadtverwaltung von Tokyo nicht ausreichen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Fackellauf durch Shimane hängt von den Maßnahmen ab

Zuvor hatte Maruyama bei einem Treffen des Planungskomitees der Präfekturverwaltung über den Fackellauf gesagt, dass die Entscheidung, ob Shimane den Fackellauf ausrichten wird, von den Maßnahmen der japanischen Regierung und der Verwaltung der Metropole Tokyo abhängen wird.

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Der Fackellauf soll am 25. März im Fußballtrainingszentrum J-Village in der Präfektur Fukushima beginnen und im Mai durch die westliche Präfektur führen.

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Die Sommerspiele, die wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben wurden, sollen am 23. Juli eröffnet werden und bis zum 8. August dauern, und die olympische Fackel soll am 15. und 16. Mai durch die Präfektur getragen werden.

Die Aussagen des Gouverneurs decken sich zwar mit einigen Umfragen, die zeigen, dass die Mehrheit in Japan für eine erneute Verschiebung oder eine komplette Absage der Olympischen Spiele sind, allerdings gibt es auch Kritik.

Einige der Fackelträger sagten, dass sie weiterhin gerne an dem Lauf teilnehmen möchten und hoffen, dass die Spiele wie geplant stattfinden würden.

Fackellauf führt durch 859 Gemeinden in Japan

Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Tokyo gab im Dezember bekannt, dass der Fackellauf in Japan durch 859 Gemeinden in den 47 Präfekturen des Landes führen wird. Die Route hat sich durch die Verschiebung der Spiele nicht geändert.

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Die landesweiten Coronavirus-Infektionen waren in letzter Zeit rückläufig, nachdem die japanische Regierung im Januar in der Hauptstadt und einigen anderen Präfekturen den Ausnahmezustand ausgerufen hatte und die Menschen aufgefordert hatte, unnötige Ausflüge zu unterlassen und Restaurants und Bars früher zu schließen.

In der Präfektur Shimane mit rund 666.000 Einwohnern wurden bisher rund 280 Coronavirus-Infektionen bestätigt, während sich die Zahl der Infektionen in Tokyo bis Mittwoch auf 108.337 belief.

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