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Zunächst mit 80 porozentiger Auslastung

Shinkansen nimmt Zugbetrieb nach Erdbeben wieder auf

Das Erdbeben vom 13. Februar ist in Japan immer noch in vielen Köpfen präsent. Nun ist in einem weiteren Bereich Normalität eingekehrt.

Der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Tokyo und dem Nordosten Japans wurde am Mittwoch wieder aufgenommen. Er war vor zwölf Tagen im Zuge des Erdbebens unterbrochen worden.

Shinkansen mit 80 Prozent des Normalbetriebs

Die Tohoku Shinkansen Hochgeschwindigkeitszuglinie musste nach dem Erdbeben mit der Stärke 7,3 vorübergehend stillgelegt werden, da in einigen Gebieten entlang der Strecke Strommasten und Brücken beschädigt wurden.

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Ganz normal geht der Betrieb aber nicht wieder los, sondern mit leicht verringerter Zugzahl. Der Betreiber East Japan Railway Co. sagte, dass die Gesamtzahl der Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke zunächst auf etwa 80 Prozent des Niveaus vor dem Beben beschränkt sein wird und dass erwartet wird, dass sich der Betrieb in etwa einem Monat wieder normalisiert.

Fahrtzeit verlängert sich

Auch die Fahrtzeit wird sich verändern, da die Züge auf den kürzlich reparierten Streckenabschnitten langsamer fahren müssen. So wird die Fahrt von Tokyo zum Bahnhof Sendai oder Morioka im Nordosten Japans etwa eine Stunde länger als normal dauern.

JR East hat am 14. Februar den gesamten Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge zwischen dem Bahnhof Nasushiobara, Präfektur Tochigi, und dem Bahnhof Morioka, Präfektur Iwate, eingestellt.

Seitdem wurden einige Züge wieder in Betrieb genommen, wobei Busse, Flugzeuge und lokale Eisenbahnen den Passagieren alternative Transportmöglichkeiten boten.

Schlange am Fahrkartenschalter

Etwa 40 Personen standen am Fahrkartenschalter des Bahnhofs Sendai an, bevor dieser am Mittwochmorgen seinen Betrieb aufnahm.

„Ich hatte Angst, dass ich keinen Shinkansen-Zug (wegen der Überlastung) nehmen könnte, also begann ich gegen 5 Uhr morgens in einer Schlange zu warten“, sagte Kiyotaka Saito, 59, der in Sendai arbeitet und auf dem Weg zu seinem Haus in Tokyo war. „Da ich wegen des Bebens eine Zeit lang nicht nach Hause zurückkehren konnte, möchte ich ein paar häusliche Aufgaben erledigen.“

Erinnerung an Fukushima-Beben

Das Beben vom 13. Februar verletzte nach Angaben der Behörde für Brand- und Katastrophenschutz mehr als 180 Menschen in 10 Präfekturen im Nordosten und Osten Japans.

Es verursachte auch Strom- und Wasserausfälle in einem weiten Gebiet und beschädigte über 2.600 Häuser in den Präfekturen Fukushima, Miyagi und Yamagata, so die Behörde.

Das Erdbeben weckte böse Erinnerungen an das Beben und den Tsunami von Fukushima, da es sich nur wenige Wochen vor dem 10. Jahrestag ereignete. Bei dem Beben, dem Tsunami und der anschließenden nuklearen Katastrophe wurden 2011 fast 16.000 Menschen getötet.

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