Anzeige
HomeNachrichten aus JapanShizuoka schafft Geschlechtskennzeichnung in 233 Dokumenten ab

Diskriminierung soll gestoppt werden

Shizuoka schafft Geschlechtskennzeichnung in 233 Dokumenten ab

Die japanische Präfektur Shizuoka will die Geschlechtskennzeichnung in 233 offiziellen Dokumenten abschaffen, da diese nur „männlich“ oder „weiblich“ als Auswahl enthalten.

Anzeige

Die Präfektur will damit der sexuellen Vielfalt Rechnung tragen, da Menschen, die eine andere Geschlechtsidentifizierung haben, im Moment gezwungen werden, sich für eines der beiden Geschlechter zu entscheiden.

Shizuoka ließ Dokumente auf die Geschlechtskennzeichnung überprüfen

Auf der Grundlage einer im März 2021 erstellten Richtlinie über den Umgang der Geschlechtskennzeichnung in Dokumenten hat die Präfekturverwaltung von Shizuoka alle lokalen Behörden, einschließlich des Bildungsministeriums und der Präfekturpolizei, aufgefordert, Anträge, Bescheinigungen und andere Dokumente mit geschlechtsspezifischen Abschnitten zu prüfen.

LESEN SIE AUCH:  Japanische Schulranzenhersteller setzten auf geschlechtsneutrale Farben

Bei der Überprüfung wurden insgesamt 1.081 amtliche Dokumente mit Geschlechtsangaben gefunden, die die Einwohner ab dem 1. März 2022 vorlegen mussten oder die von der Präfekturverwaltung ausgestellt wurden.

Anzeige

Von diesen Dokumenten lag es im Ermessen der Präfektur, 732 zu überprüfen, während die übrigen 349 Dokumente nicht von der Präfektur allein überprüft werden durften, da die Formulare gesetzlich vorgeschrieben sind.

Die 233 Dokumente, bei denen die Präfektur Shizuoka beschlossen hat, die Geschlechterkennzeichnung zu entfernen, machen etwa 30 Prozent der Gesamtzahl der überprüfbaren Dokumente aus.

Darunter befindet sich auch ein Formular für ausländische technische Praktikanten, die sich für eine Ausbildung in japanischer Sprache bewerben.

Bei 108 Dokumenttypen, darunter Meinungsumfragen und Registrierungsformulare für ausländische Freiwillige, werden Änderungen in den geschlechtsspezifischen Abschnitten vorgenommen, indem beispielsweise neben den Markierungen „männlich“ und „weiblich“ auch die Optionen „andere“ und „lieber nicht antworten“ aufgenommen werden.

391 Dokumente bleiben unverändert

Bei 391 Dokumenten, also etwa der Hälfte der für eine Überprüfung infrage kommenden Formulare, bleiben die Angaben zum Geschlecht auf die beiden Geschlechter beschränkt.

In Fällen, in denen geschlechtsspezifische Abschnitte gesetzlich vorgeschrieben sind oder aus verwaltungstechnischen Gründen benötigt werden, z. B. bei statistischen Analysen auf der Grundlage des Geschlechts, Erhebungen zur Förderung weiblicher Führungskräfte am Arbeitsplatz und Studien zur Gesundheitsversorgung, wird die übliche Geschlechtskennzeichnung beibehalten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel