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Es geht vor allem mal wieder ums Geld

Shop in Nara verteilt kostenlos Essen an arme Kinder und muss sich dafür verteidigen

Seit Mai 2018 bietet ein Shop in Nara einen besonderen Service für Menschen, die dringend eine warme Mahlzeit benötigen. Marukatsu geht es vor allem um hilfsbedürftige Kinder.

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Der Manager des Shops stellte sogar ein Schild vor seinem Laden, um diejenigen, die diesen Service benötigen, darauf hinzuweisen. Darin bittet er Menschen, die hungrig sind, aber kein Geld haben, sich direkt an ihn zu wenden. Vor allem, wenn sie Kinder zu Hause haben, die sie auf persönlichen Gründen nicht ordentlich ernähren können, seien Hilfsbedürftige willkommen.

Besonderer Service durch den Manager

Gleichzeitig verspricht der Manager, dass diese „Bestellungen“ diskret bearbeitet werden. Wem es unangenehm ist, sein kostenloses Essen direkt im Laden zu genießen, besteht auch die Möglichkeit zu „Bento für Zuhause“ zu bestellen. Der Mann weißt darauf hin, dass Menschen einander helfen sollten. Niemand sollte sich genötigt fühlen, das Bestellte später zu bezahlen. Es gehe allein um das Glücksgefühl jemanden helfen zu können, der es nötig hat.

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Gleichzeitig dankt der Ladeninhaber seinen anderen Kunden, die durch ihre Unterstützung dieses außergewöhnliche Angebot erst möglich machen. Vor allem im Namen der Kinder wolle man dieses Angebot weiterführen und bittet die anderen Kunden, sich keine Sorgen um den normalen Betriebsablauf zu machen.

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Während der Service von hungrigen Kindern, besorgten Eltern und allen anderen Menschen, die gerade in einer prekären Lage sind, gern genutzt wird, muss sich das Management des Shops auch mit einigen negativen Rückmeldungen auseinandersetzen. Darin geht es vor allem, darum, wie sich der Tonkatsu-Laden dieses „Sonderangebot“ eigentlich leisten kann. Während einige Kunden überteuerte Preise für zahlenden Kunden befürchten, kam auch öfters die Frage auf, warum auch die kostenlosen Gerichte so gehaltvoll seien müssen, wie diejenigen, die bezahlt werden.

Shop wehrt sich gegen Vorwürfe


Auf Twitter antwortete der Shop jetzt auf diese Vorwürfe. Dabei erklärte das Management, dass alle Gerichte in diesem Tonkatsu-Laden genauso viel kosten, wie in ähnlich gestalteten Geschäften. Wenn dies bereits als Luxus aufgefasst würde, würde sich das Management freuen, bald wieder für ein „luxuriöses“ Dinner sorgen zu dürfen. Gleichzeitig berichtete der Manager, dass im Februar 2020 bereits 370 Kunden seinen Shop besuchten. Dabei verriet eine Frau, dass es das erste Mal seit zwei Jahren ist, dass sie mit ihren Kindern schön Essen gehen konnte.

Der Eigentümer des Ladens bekräftigte, dass er mit seinem Service auf jeden Fall weitermachen werde, denn er soll dazu beitragen, dass die Menschen wieder aufeinander zu gehen und wieder vermehrt in Kontakt kommen. Ähnlich würden auch seine Angestellten und Mitarbeiter empfinden, weswegen man auf jeden Fall weitermachen werde.

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