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Skandal um gefälschte Produktdaten in Japan weitet sich aus

Es ist einer der größten Skandale in der japanischen Wirtschaftsgeschichte. Über zehn Jahre soll Kobe Steel, Japans drittgrößter Stahlkonzern, seine Produktdaten weltweiter Lieferungen gefälscht haben. Einem neuen Bericht zufolge steht nun auch Mitsubishi unter Verdacht, wichtige Daten gefälscht zu haben.

Nachdem im Oktober bekannt wurde, dass der drittgrößte japanische Stahlkonzern Kobe Steel über zehn Jahre lang falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten machte, räumten auch andere Unternehmen ein, wichtige Daten gefälscht zu haben. Auch die Autohersteller Nissan und Subaru gaben zu, bei Sicherheitschecks für Neuwagen gegen Vorschriften des Verkehrsministeriums verstoßen zu haben. Der Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge sollen nun auch insgesamt drei Sparten des Autoherstellers Mitsubishi jahrelang Produktangaben gefälscht haben. Die Produkte sollen laut Angaben des Konzerns an 250 Kunden ausgeliefert worden sein. Boeing Co. und u. a. auch Airbus prüfen derweil, ob ihre Produkte von den gefälschten Angaben betroffen sind.

Betroffen seien Dichtungen, die an Kunden ausgeliefert und unter anderem in Flugzeugen oder Autos eingebaut wurden. Einem Unternehmenssprecher zufolge habe der Industriekonzern selbst Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet.

Der größte Skandal der japanischen Wirtschaftsgeschichte

Die Enthüllung um die gefälschten Produktangaben haben die japanische Industrie maßgeblich erschüttert. Die Fälschungen betreffen Materialien, die u. a. in Autos, Flugzeugen, Raketen und Rüstungsprodukten eingebaut wurden. Zwar habe es bisher keine Fehlfunktionen oder Sicherheitsprobleme gegeben, aber die Aktien von Kobe Steel haben seit Bekanntwerden des Skandals mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

Der Skandal zog so weite Kreise, dass sich auch die US-Behörden einschalteten. Das Justizministerium in Washington forderte Kobe Steel dazu auf, Unterlagen zu den gefälschten Produktdaten bereit zu stellen, denn das Aluminium von Kobe Steel wird auch für Züge und in Bauteilen für Boeing und Airbus-Flugzeugen verwendet. Auch die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA riet Flugzeugbauern, keine Produkte von Kobe Steel mehr einzusetzen. Insgesamt 200 Firmen und Kunden sind direkt von den Datenfälschungen betroffen – darunter auch der Autohersteller Toyota, dem vorgetäuscht wurde, dass seine Ansprüche erfüllt worden seien.

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