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Regierung versucht weiterhin zur Nutzung zu motivieren

So gut wie keine Infizierte benutzen Japans Corona-App

Seit einigen Wochen gibt es nun bereits die offizielle Corona-App der Regierung in Japan. Die Bevölkerung nutzt sie allerdings nur zögerlich und bis jetzt gibt es nur 6,1 Millionen Nutzer. Das allein stellt schon ein Problem dar, da die App nur ab einer bestimmten Nutzerzahl wirklich wirksam funktioniert. Nun wurde zusätzlich bekannt, dass so gut wie keine Infizierte sich eintragen.

Seit Tagen schnellen besonders in Tokyo die Zahlen der Infizierten wieder nach oben und liegen bei mehr als 100 Personen. Die sind jedoch in der App überhaupt nicht zu finden.

App funktioniert nur mit ausreichend Nutzern

Seit Freitag, dem 3. Juli ist die App komplett einsatzbereit und kann Benachrichtigungen versenden. Laut den Informationen von dem japanischen Gesundheitsministerium haben sich bis Mittwoch nur drei erkrankte Personen registriert.

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Die App soll eigentlich andere Nutzer warnen, wenn sie möglichen Kontakt mit Infizierten hatten. Wenn die sich jedoch nicht registrieren, sind Warnungen unmöglich. Erkrankte werden eigentlich von den lokalen Gesundheitsbehörden aufgefordert, sich mit einem entsprechenden Zahlen-Code bei der App zu registrieren, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Zahlen spiegeln nicht tatsächliche Lage wider

Nach Schätzungen von NHK soll es allein zwischen dem Start der App und Dienstag mindestens 1.100 Neuninfektionen gegeben haben. Dass davon jedoch nur drei eingetragen sind, also weniger als 0,3 Prozent, ist schockierend. Für die Millionen Nutzer ist die App damit im Prinzip komplett wertlos und hilft so gut wie gar nicht beim Schutz gegen den Virus.

Das Ministerium selbst weiß nicht so recht, wie sie das Problem lösen sollen. Sie gaben zu den aktuellen Zahlen lediglich an, dass sie weiterhin die Menschen motivieren, die App zu nutzen. Nur so wäre sie ein wirksames Mittel gegen die Ausbreitung des Virus in Japan.

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