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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenÄltere Japanerinnen entdecken vermehrt ihre Liebe zum Ballett

Zum Tanzen ist man nie zu alt

Ältere Japanerinnen entdecken vermehrt ihre Liebe zum Ballett

In Japan wird aktuell Ballett vor allem bei den älteren Mitgliedern der Gesellschaft immer beliebter. Der Tanz ist gut für die Gesundheit, hilft beim Aufbau der Muskeln und verbessert die Körperhaltung. Viele Ballett-Studios richten ihre Kurse bereits auf ihre neuen, etwas älteren Mitglieder aus.

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Die Kurse für die älteren Teilnehmer bestehen in der Regel aus kleineren Gruppen. Allerdings achten die Lehrerinnen vermehrt auf die richtige Körperhaltung, während sich die Schülerinnen zu leiser Klaviermusik bewegen. Einige Rentner-Kurse haben sich aber auch schon etabliert. Ein Studio in Tokyo bietet Anfänger-Kurse für ältere Teilnehmerinnen seit 2013 an. Anfang waren die Schülerinnen zwischen 30 und 50 Jahren, mittlerweile sind die Tänzerinnen sogar über 60 Jahre alt.

Ballett ist gut für die Gesundheit

Besonderen Wert wird auch auf die Lockerung des Körpers gelegt, um Verletzungen zu verhindern. Die Ballett-Kurse für die Älteren dauern in der Regel 60 Minuten, damit sich die Teilnehmerinnen nicht überanstrengen. Die Schülerinnen erlernen die Grundbewegungen, wie Kniebeugen und Pirouetten.

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Gleichzeitig achten die Studios darauf, die körperlichen Beeinträchtigungen im Training zu berücksichtigen. Bei den älteren Schülerinnen dauert es oft viele Jahre, bis mit dem Spitzen-Tanz begonnen werden kann. Dann bekommen die Tänzerinnen auch erst die speziellen Ballett-Schuhe, da auch der Umgang mit diesen erlernt werden muss.

Zahl der Ballett-Schulen in Japan sinkt

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Die älteren Schülerinnen sind immer noch voller Ehrgeiz, gute Ballerinas zu werden. Das Training wirkt sich positiv auf die körperliche Belastbarkeit aus und hilft, den Körper beweglich zu halten. Außerdem ist es die Gesellschaft während des Unterrichts, die viele ältere Damen sehr schätzen. Normalerweise denken professionelle Ballerina mit 30 Jahren über den Ruhestand nach. Trotzdem erweisen sich die Kurse für ältere Teilnehmerinnen als sehr erfolgreich.

Gemäß einer Studie des Ballett-Forschungszentrums der Showa-Universität für Musik, bei der Ballett-Studios überall im Land befragt wurden, sind die Mitgliederzahlen seit Jahren rückläufig. Der Anteil an Studios, die sich nur auf jüngere Schüler spezialisiert hat, sinkt ebenfalls, gleichzeitig wächst die Anzahl an Angebote für ältere Tänzerinnen ab 50 Jahren. Das Forschungszentrum geht ebenfalls davon aus, dass die positiven körperlichen Aspekte diese Kurse so beliebt machen. Gleichzeitig erweist sich Ballett-Unterricht als schönes Hobby und Training in der Gruppe, was für ältere Leute ebenfalls einen Vorteil darstellt.

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