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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenAlljährliche Katastrophenschutzübung in Japan ist wegen Corona erneut eingeschränkt

Katastrophenübung der japanischen Regierung in Corona-Zeiten

Alljährliche Katastrophenschutzübung in Japan ist wegen Corona erneut eingeschränkt

Am 1. September wurde von der japanischen Regierung die alljährliche Katastrophenschutzübung abgehalten, die aufgrund der Corona-Einschränkungen jedoch erneut im Umfang reduziert wurde.

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Das Katastrophenszenario war ein massives Erdbeben vor der japanischen Küste und seine Auswirkungen auf die betroffenen Gebiete.

Schweres Erdbeben vor der Küste Wakayamas

Es war der 99. Jahrestag des verheerenden Erdbebens in Tokyo im Jahr 1923, in dessen Folge der 1. September zum nationalen Tag der Katastrophenvorsorge erklärt wurde.

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Seitdem werden in Japan jährliche Katastrophenschutzübungen abgehalten, um die Menschen über die Gefahren und das richtige Verhalten aufzuklären und sie auf den Ernstfall vorzubereiten.

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Dieses Jahr wurde von einem Erdbeben der Stärke 9,1 ausgegangen, dass sich um sieben Uhr morgens von der Präfektur Wakayama ausgehend im Westen Japans ereignet haben sollte und von dem diverse Präfekturen Japans direkt betroffen sein sollten.

Schadensanalyse durch die Politik

Premierminister Kishida wies auf einer Dringlichkeitssitzung in seinem Büro die Minister seines Kabinetts an, das Ausmaß der Schäden zu beobachten und der Rettung von Menschenleben die höchste Priorität einzuräumen.

Der Gouverneur von Aichi, Hideaki Omura, meldete über Video einen großen Tsunami, der die Küste erreicht habe. Die Minister baten nach Abschluss ihres Berichtes um staatliche Hilfe und verabschiedeten eine grundsätzliche Politik zur Bewältigung der Katastrophe.

Im Anschluss hielt Kishida eine Pressekonferenz ab. Er bestätigte das (angenommene) Ausmaß der Katastrophe und äußerte sich zu den verursachten Folgen wie zerstörten Gebäuden, Großbränden und den Folgen der Überschwemmungen durch den gemeldeten Tsunami.

Minister im Regen und ein Gedenkgottesdienst

Zum Schluss bat er die Bevölkerung der betroffenen Gebiete sich rechtzeitig darauf vorzubereiten, dass noch weitere schwere Nachbeben auftreten könnten.

Die teilnehmenden Minister hatten die Sitzung im Regen zu Fuß aufgesucht, da im Rahmen der Übung auch der Ausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln und des allgemeinen Straßenverkehrs simuliert worden war.

Zur selben Zeit fand im Yokoamicho-Park in Tokyo ein buddhistischer Gedenkgottesdienst für die geschätzt 105.000 Opfer statt, die das große Kanto-Beben von 1923 gefordert hatte.

Es wurde auch den koreanischen Opfern gedacht, die bei einem anschließendem Massaker, das dem Erdbeben folgte, ums Leben gekommen waren.

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