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Menschen wenden sich der Natur zu

Camping wird bei Japanern immer beliebter

Der Anime Laid-Back Camp hatte bereits Camping in Japan beliebt gemacht, durch die Pandemie wurde allerdings ein großer Hype ausgelöst.

Der Verkauf von Camping-Zubehör hat in den letzten Monaten in Japan deutlich zugenommen, da die Menschen, anstelle sich mit Freunden zu treffen, zunehmend die Erholung im Freien suchen.

Pandemie macht Camping attraktiv

Das merken auch die Campingplatzbetreiber, wie in Odawara, wo allein am Wochenende über 40 Zelte aufgeschlagen worden.

Anders als beim Hype, der durch Laid-Back Camp entstanden ist, gibt es jetzt aber keine bestimmte Fan- oder Altersgruppe. Auf dem Zeltplatz war das Alter der Gäste gemischt.

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Ein Vertreter des Branchenverbands der japanischen Campingplatzbetreiber sagte gegenüber den Medien, dass die Zahl der Besucher auf den Campingplätzen nach der Aufhebung des Ausnahmezustands deutlich zugenommen hat.

„Die Reservierungen für Campingplätze stiegen im Juli und August um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie im April und Mai um 80 Prozent zurückgegangen waren“, so Atsuya Tanaka, Direktorin von Spacekey Inc., die den Online-Reservierungsdienst Nap betreibt, der Hunderte von Campingplätzen in ganz Japan abdeckt.

Menschen unternehmen mehr in der Natur

Laut Campingplatzbetreiber ist der Verkauf von Outdoor-Artikel, nach dem Aufrufen des Ausnahmezustands im April, deutlich gestiegen ist. Auch Hersteller bestätigen den Anstieg.

„Unsere monatlichen Verkäufe sind seit Mai im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 35 Prozent gestiegen“, so Yosuke Takanami, Geschäftsführer der Entwicklungsabteilung für Outdoor-Artikel bei Captain Stag Co.

Laut Takanami haben sich Grills und niederländische Öfen im Mai und Juni gut verkauften, als die Regierung die Menschen darum bat, zu Hause zu bleiben. Nachdem der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, bat die japanische Regierung die Menschen, nicht über die Präfekturgrenzen hinweg zu reisen, was den Verkauf noch einmal angekurbelt hat.

Nachdem Firmen angefangen haben, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, ist der Verkauf von Campingstühlen und -tischen sprunghaft angestiegen.

Gewinner der Pandemie – Hersteller von Outdoor-Artikeln

Ein weiteres Produkt, dass reißenden Absatz findet ist das Einmannzelt. Laut Takanami wurden diese Zelte zwar schon vor der Pandemie gut verkauft, aber der Coronavirus hat für einen zusätzlichen Verkaufsschub gesorgt.

Shimano Inc. ist ein weiteres Unternehmen, dass von diesem Boom profitiert. Die Nachfrage nach Fahrradkomponenten und Angelausrüstung wächst weltweit sehr stark.

Das in Osaka ansässige Unternehmen gab an, dass es einen Anstieg des Nettogewinns um 13 Prozent für das laufende Geschäftsjahr erwartet.

Auch Trefak Sports, dass gebrauchte Outdoor- und Sportartikel verkauft, meldete allein im August eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent.

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