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Der Mann wurde auf einer Schnellstraße zusammen mit vielen anderen vom Schnee überrascht

Eingeschneiter Japaner erlebt Geburt seiner Tochter per Smartphone

Der Japaner Naoki Tanaka war in der Stadt Minamiuonuma in der Präfektur Niigata mit dem Auto auf dem Weg zum Krankenhaus, in dem seine Frau bald die gemeinsame Tochter auf die Welt bringen sollte. Auf der Schnellstraße wurde der Mann am Donnerstag gemeinsam mit vielen anderen Menschen vom überraschend starken Schneefall ausgebremst.

Innerhalb kürzester Zeit steckten mehr als 2.000 Fahrzeuge auf der Kanetsu-Schnellstraße im Schnee fest, eines davon das des baldigen Vaters. Dem Japaner war schnell klar, dass er den Weg in nächster Zeit nicht würde fortsetzen können, weswegen er sich entschloss, seine Frau per Handy zu kontaktieren.

Schnee überraschte zahlreiche Japaner unvorbereitet

Er erreichte seine Frau im Krankenhaus, in dem sie sich gerade auf die Geburt vorbereitete. Die Frau fand allerdings warme Wort für ihren verhinderten Ehemann. Tanaka erklärte heute, dass er sie seitdem noch mehr liebt als vorher.

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Frau Tanaka selbst hielt sich in der Präfektur Saitama auf, weil dort ihre Eltern lebten. Dort sollte auch ihr Kind auf die Welt kommen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses hatten noch eine große Überraschung für den werdenden Vater. In aller Eile richtete man eine Online-Konferenz ein, wie sie aktuell für Menschen zur Verfügung steht, die wegen der bestehenden Corona-Pandemie ihre Angehörigen nicht sehen können. Menschen, die länger stationär behandelt werden, erhalten so die Möglichkeit, mit ihren Lieben in Kontakt zu bleiben.

So war der Japaner dann online im Kreißsaal mit dabei. Per Smartphone konnte Tanaka mit seiner Frau sprechen und ihr beistehen. Am Donnerstagnachmittag wurde ein 3.190 Gramm schweres Mädchen geboren, die zweite Tochter des Ehepaares Tanaka. Während der frischgebackene Vater weiterhin im Schnee festsaß, konnte er so trotzdem den ersten Schrei seiner kleinen Tochter hören.

eingeschneite Autos überall in Japan
Japaner werden vom Schnee überrascht Bild: Kyodo

34 Stunden im Auto eingeschneit

Später sagte der Mann, er sei in erste Linie erleichtert gewesen, dass die Geburt problemlos verlief und das kleine Mädchen gesund zur Welt kam. Er könne dem Krankenhauspersonal nicht genug dafür danken, dass er in dieser entscheidenden Zeit bei seiner Frau sein konnte, um sie zu unterstützen.

Der Stau auf der Schnellstraße dauert bis Freitagabend. Erst circa 34 Stunden später konnte der Japaner den Weg zum Krankenhaus fortsetzen. Obwohl er sehr erschöpft war, eilte er trotzdem direkt in die Klinik, um sich bei seiner Frau zu entschuldigen und seine kleine Tochter kennenzulernen.

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