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Schlusslicht unter den G7

Gender Gap Report 2022: Japan hat noch sehr viel zu tun

Im Gender Gap Report 2022 des Weltwirtschaftsforums belegt Japan den Platz 116. Damit hat sich das Land um sechs Plätze zum letzten Report verbessert, allerdings wurden in diesem Jahr zehn Länder weniger im Report aufgenommen.

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Platz 116 bedeutet allerdings auch, dass das Land das Schlusslicht bei der Geschlechterparität unter den großen Industrienationen ist und auch in Ostasien auf dem letzten Platz steht.

Nur wenige Frauen bekleiden hohe Positionen in der Wirtschaft und Politik

Laut des Gender Gap Report 2022 sind insbesondere die langsamen Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen in politischen und wirtschaftlichen Abschneiden verantwortlich für die schlechte Platzierung und gleichzeitig eine der größten Herausforderungen für Japan.

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Bei der vergangenen Wahl zum Oberhaus hat hauptsächlich die LDP allerdings gezeigt, dass Frauen keine große Rolle in der Partei spielen.

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9,7 Prozent der japanischen Parlamentarier Frauen sind und nur 10 Prozent der Ministerposten sind von Frauen besetzt. Außerdem wurde festgestellt, dass das Land noch nie eine Premierministerin hatte.

Die Gesamtleistung Japans war mit einer Gesamtnote von 0,65 etwas schlechter als im letzten Jahr. Der in der Studie verwendete Maßstab liegt zwischen 0 und 1, wobei 1 die vollständige Parität zwischen Männern und Frauen bedeutet. Der Index erfasst die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, nicht die Ressourcen, die den Frauen zur Verfügung stehen.

Der Anteil der Frauen, die in Teilzeit arbeiten, sei mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Männer und das Durchschnittseinkommen japanischer Frauen betrage nur 57 Prozent dessen, was ein Mann verdiene, so der Report.

Japans oberster Regierungssprecher Hirokazu Matsuno sagte auf einer Pressekonferenz zum Gender Gap Report 2022: „Wir werden die Unternehmen verpflichten, Informationen über geschlechtsspezifische Lohnunterschiede offenzulegen, mehr Frauen im digitalen Bereich auszubilden und die Löhne für Beschäftigte in Sektoren mit vielen weiblichen Angestellten, wie z. B. im Gesundheitswesen und in der Alten- und Kinderbetreuung, zu erhöhen.“

Tatsächlich hat Japan Unternehmen mit mehr als 300 Arbeitnehmer mittlerweile dazu verpflichtet, die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern offenzulegen.

Deutschland verbessert sich im Gender Gap Report 2022

In Asien beleben die Philippinen mit Platz 19 den besten Rank, Südkorea liegt auf Platz 99 und China auf Platz 102.

Unter den G7-Staaten folgt Italien Japan auf Platz 63, Deutschland hat sich auf Platz 10 verbessert. Auf den ersten Plätzen liegen erneut Island, Finnland und Norwegen.

Obwohl es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern gibt, schätzt das Weltwirtschaftsforum, dass es 132 Jahre dauern wird, um die Geschlechterunterschiede weltweit vollständig zu schließen. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber der Schätzung aus dem Jahr 2021, die von einem Zeitrahmen von 136 Jahren ausging.

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