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System könnte noch dieses Jahr starten

Gunma will als Japans dritte Präfektur LGBT-Paare akzeptieren

Auch wenn sich die japanische Zentralregierung mit der Gleichstellung von LGBT-Paaren immer noch quer stellt, öffnen immer mehr Gemeinden in Japan selbstständig ihr System. Mit Gunma soll nun die dritte komplette Präfektur dazu kommen, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften zertifizieren will.

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Am Donnerstag gab die Präfekturregierung in einer Pressekonferenz bekannt, dass sie ein Partnerschaftseid-Programm für LGBT-Paare starten wollen, um ihre Partnerschaft offiziell der Ehe gleichzustellen. Wie in den anderen Gemeinden und Präfekturen werden Paare ein Zertifikat erhalten, dass ihnen unter anderem Anspruch auf eine gemeinsame Präfekturwohnung ermöglicht.

Erst drei Präfekturen mit System für LGBT-Paare

An den Details des Programms wird noch gearbeitet, die Regierung will jedoch eine Art Pass ausstellen, der Paaren neben den Wohnungen auch ein Recht auf Besuche im Krankenhaus als Familienmitglieder und Rabatte sowie Dienstleistungen in bestimmten Geschäften sichern soll.

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Die Umsetzung wird demnach noch etwas dauern und frühestens Ende des Jahres wird das System starten können. Trotzdem ist die Freude bereits groß, dass sich nun die nächste Präfektur zu dem Schritt entschieden hat. Im Januar 2019 hatte bereits die Präfekturstadt Oizumi das System eingeführt und seitdem wurde gehofft, dass es für die anderen Gemeinden übernommen wird. Die Präfektur Osaka hat das System als Zweites im Februar eingeführt, nachdem es bereits ein Jahr vorher angekündigt wurde.

In einem Plan-Entwurf will die Regierung von Gunma allgemein die Vielfalt in der Region unterstützen. So wurden auch Maßnahmen ergriffen, um das friedliche Zusammenleben mit Ausländern zu fördern. Gunmas Gouverneur, Ichita Yamamoto, bestätigte dazu, dass das geplante System auch Teil der Bemühungen des Regierungsplans ist.

Vielfalt ist eine Bereicherung für alle

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Weiter erklärte Yamamoto, dass es der richtige Zeitpunkt sei eine positive Nachricht zu vermitteln. Durch die Verbesserung des Verständnisses bei den Bewohnern hoffen sie dabei zu helfen, sexuellen Minderheiten ein Leben so zu ermöglichen, wie sie sich es vorstellen.

Viele loben den Gouverneur für seine deutlichen Worte. Hisana Mamada, Leiterin von Hareruwa, einer Selbsthilfegruppe für sexuelle Minderheiten in Maebashi, zeigte sich auch positiv. Es sei eine starke Aussage, dass Vielfalt zur Glückseligkeit aller Bewohner beiträgt und deswegen das System gerechtfertigt ist. Es sei dazu ein Zeichen für andere Kommunalverwaltungen und könnte so helfen auch in anderen Regionen das Leben von LGBT-Paaren zu verbessern, die immer noch für ihre Rechte kämpfen müssen.

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