Stats

Anzeige
Home News Soziales & Leben Homeoffice-Nutzer sollen in Japan das Landleben kennenlernen

Homeoffice-Nutzer sollen in Japan das Landleben kennenlernen

Da sich Homeoffice in Japan immer weiter ausbreitet, sehen viele Präfekturen eine Chance darin, die ländlichen Regionen wiederzubeleben.

Die Präfektur Akita hat nun einen Aufruf gestartet, dass sich Menschen, die im Homeoffice arbeiten, sich die Präfektur einmal anschauen und das Landleben kennenlernen sollen.

Präfektur trifft Zahn der Zeit

Damit trifft Akita den Zahn der Zeit, denn viele Arbeitnehmer entscheiden sich im Moment dafür, aus den Ballungsgebieten in ländliche Regionen zu ziehen, da sie von zu Hause aus arbeiten können.

Die Präfekturen sehen darin eine Chance, die Abwanderung, gerade aus ländlichen Gebieten, aufzuhalten.

Mehr zum Thema:  Homeoffice führt zu einem Umdenken beim Arbeiten und Leben in Tokyo

Akita Gouverneur Norihisa Satake schaltete Anfang Oktober eine ganzseitigen Anzeige in der Wirtschaftszeitung The Nikkei. Die Anzeige enthielt das Schlagwort: „Wollen Sie nicht damit aufhören, Ihr tägliches Leben für die Arbeit zu opfern?“

Mit der Anzeige will die Präfekturregierung ihr Projekt Fernarbeit in Akita, bekannt machen.

Ebenfalls im Oktober führte die Präfekturregierung eine Umfrage bei rund 4.000 Unternehmen durch, in der sie ihre Ansichten über die Abwanderung von Mitarbeitern in regionale Gebiete und die Möglichkeit, sie von Akita aus arbeiten zu lassen, zum Ausdruck brachten.

63 Unternehmen antwortenden, dass sie die Verlagerung und Ansiedlung in der Präfektur fördert, eine Arbeit aus Akita in Betracht ziehen.

Die Präfekturverwaltung hat auch ein Werbevideo auf YouTube hochgeladen, in dem die berühmte Hachiko-Hundestatue, die vor dem Bahnhof Shibuya in Tokyo aufgestellt ist, den Zuschauern mitteilt, dass sie beschlossen hat, in ihren Geburtsort in Akita zu ziehen und von dort aus zu arbeiten.

Das Video hebt die Vorzüge des Lebens in Akita hervor, darunter eine schöne Umgebung für die Erziehung und Ausbildung von Kindern, niedrige Preise für Bauland und die Möglichkeit, saisonale Freizeitaktivitäten zu genießen.

Zusätzlich zu dem Projekt für Homeoffice, hat die Verwaltung der Präfektur in ihrem Nachtragshaushaltsentwurf, der der Präfekturversammlung während einer außerordentlichen Sitzung im Juli vorgelegt wurde, die damit verbundenen Ausgaben für ein Programm zur Förderung der „Workation“ aufgenommen, bei dem die Beschäftigten ihre Arbeit nachgehen, während sie Ferien an touristischen Orten oder in Ferienanlagen verbringen.

Die Präfektur will dem gravierenden Bevölkerungsrückgang bekämpfen, der sich in den Ergebnissen zeigt, wonach Akita in einer vom Ministerium für Inneres und Kommunikation durchgeführten Bevölkerungsbewegungsumfrage, die auf dem Netzwerksystem des Basic Resident Register basierte, zum 1. Januar 2020 die schlechteste Bevölkerungsrückgangsrate Japans aufwies.

Auch Unternehmen versuchen Menschen anzulocken

Aber nicht nur die Präfekturverwaltung fördert Homeoffice in ländlichen Gebieten, auch Unternehmen versuchen mit Initativen Menschen anzulocken.

Am 10. November wurde die „Akita workation promotion association“ gegründet, die von Cable Networks Akita Co. und dem Reisebüro Tohoku iTours, beide mit Sitz in der Stadt Akita, geleitet wird. Etwa 80 Organisationen, darunter Unternehmen und Universitäten in der Präfektur, haben sich der Vereinigung angeschlossen, um sich an Planungsprojekten in Akita sowie an Werbe- und Informationsaktivitäten über soziale Medien zu beteiligen.

Während einer Pressekonferenz, die am 5. November im Gebäude der Präfekturregierung stattfand, erklärte der Vorsitzende von Cable Networks Akita, Ryuichi Matsuura, der die Vereinigung vertritt: „Vom Standpunkt der wirtschaftlichen Wiederbelebung aus möchten wir zu einer Zunahme der Bevölkerung beitragen, die mit Akita interagiert und eine Beziehung zu Akita hat, und die Menschen ermutigen, hierherzuziehen und sich niederzulassen.“

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren