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Es wird mit mehr Obdachlosigkeit gerechnet

Immer mehr Haushalte in Japan erhalten staatlichen Mietzuschuss

Rund 96.000 Haushalte in Japan bekommen Unterstützung, da sie ihre Miete nicht mehr zahlen können.

Daten des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales zeigen, dass zwischen April und August an die 109.000 Anträge auf Mietzuschüsse gestellt worden sind, von denen 88 Prozent genehmigt wurden.

53.700 Euro Mietzuschuss in Tokyo

Mietzuschüsse sollten ursprünglich nur Menschen bekommen, die umsiedeln mussten, im April wurden die Bestimmungen allerdings gelockert, da die Pandemie für ein sinkendes Lohnniveau und Jobverluste in Japan sorgt.

Um Mietbeihilfe zu bekommen, muss ein Antragssteller innerhalb der letzten zwei Jahre seinen Arbeitsplatz verloren haben oder das Einkommen ist gesunken und es sind keine Ersparnisse vorhanden.

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Ein Einpersonenhaushalt im Zentrum Tokyos würde sich qualifizieren, wenn das monatliche Einkommen nicht höher als 138.000 Yen ist und die Ersparnisse nicht mehr als 504.000 Yen betragen. Es werden bis zu 53.700 Yen pro Monat für drei Monate gezahlt, mit einer möglichen Verlängerung auf neun Monate.

Die monatliche Aufschlüsselung zeigt, dass im Mai 44.811 Anträge auf staatliche Unterstützung eingereicht wurden und die japanische Regierung beschloss im Juni, 34.869 Haushalten Leistungen zu gewähren, offenbar aufgrund von Unternehmensschließungen nach der Verhängung des Ausnahmezustands wegen der Pandemie zwischen April und Mai.

Die Zahl der Anträge ging im Juli auf 14.023 und im August auf 9.379 zurück, blieb jedoch auf hohem Niveau.

Bemessungszeitraum sollte verlängert werden

Da Haushalte bis zu neun Monate lang Mietzuschüsse erhalten können, werden diejenigen, die im Frühjahr die Zuschüsse beantragt haben, im Winter keine Unterstützung mehr erhalten, was bei kaltem Wetter zu vermehrter Obdachlosigkeit führen könnte, heißt es von einer Unterstützungsgruppe, die die Regierung auffordert, den Zeitraum auf mindestens ein Jahr zu verlängern.

Die japanische Regierung wird auch aufgefordert, die Richtwerte und andere Bedingungen zu lockern, damit mehr Menschen Anspruch auf Mietbeihilfen haben.

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