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Mehr als 47.000 Antrage auf Zahlunsgaufschub

Immer mehr Menschen in Japan können ihre Gasrechnungen nicht bezahlen

Immer mehr Menschen in Japan haben Probleme ihre Gasrechnungen zu bezahlen, da ihr Einkommen durch die Pandemie gesunken ist oder sie beurlaubt oder entlassen wurden.

Laut den vier größten Gasunternehmen wurden im vergangenen Jahr mehr als 47.000 Antrage für einen Zahlungsaufschub abgegeben.

Situation zeigt Zunahme der Armut in Japan

Das nicht bezahlen können der Grundversorgungen, also Gas, Wasser und Strom, gilt in Japan als ein Indikator für die Armut eines Haushalts.

Mehr zum Thema:  Keine Hilfe für arme Menschen in Japan

Die vier Unternehmen nehmen seit März 2020 Anträge für einen Zahlungsaufschub an, da die Regierung dazu aufgefordert hat.

Etwa 70 Prozent der Gaslieferverträge werden von dem vier Unternehmen Tokyo Gas Co., Osaka Gas Co., Toho Gas Co. und Saibugas Co. gehalten.

Laut Tokyo Gas hat das Unternehmen etwa 30.000 Anträge erhalten, Osaka Gas erhielt etwa 14.000 Anträge und Saibugas etwa 3.200. Toho Gas nennt keine korrekte Zahl, gibt allerdings auch an, dass die Anträge deutlich zugenommen haben.

Normalerweise müssen die Gasrechnungen innerhalb eines Monats nach der Ablesung bezahlt werden, sollte dies nicht passieren, gibt es eine Mahnung und danach wird das Gas abgestellt. Aktuell lassen die Versorger einen Zahlungsaufschub von bis zu 5 Monaten zu.

Deutlich mehr Anträge als im März 2011

Laut Tokyo Gas, die die Kanto-Region beliefern, hat das Unternehmen selbst während des Erdbebens im März 2011 deutlich weniger Anträge für einen Zahlungsaufschub erhalten.

Takayuki Hirano, Experte für Sozialfragen sagte zu dem Problem:  „Bei allein lebenden Senioren ist es sicherlich möglich, dass die Informationen über das Stundungssystem sie nicht erreichen, und deshalb könnten viel mehr Haushalte Probleme haben, die Rechnungen zu bezahlen. Wenn man mit den Zahlungen für Versorgungsleistungen in Verzug gerät, spricht man von sichtbarer Armut. Auch die Unternehmen sollten handeln, indem sie z. B. in den örtlichen Sozialberatungsstellen Informationen über Haushalte weitergeben, die einen Zahlungsaufschub beantragt haben.“

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