Stats

Anzeige
Home News Soziales & Leben Immer mehr Menschen in Japan ziehen aufs Land

Tokyos Einwohnerzahl schrumpft

Immer mehr Menschen in Japan ziehen aufs Land

Durch die Pandemie ziehen immer mehr Menschen in Japan aufs Land, was dazu führt, dass die Politik ihren Fokus auf ländliche Gebiete verstärkt.

Im September zogen 30.644 Menschen aus Tokyo aus, 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr, die Zahl der Zuzüge sank um 11,7 Prozent auf 27.006.

Tokyo verliert Einwohner

Es ist der dritte Monat in Folge, in dem die Zahl der Menschen, die wegzogen, die Zahl der Zuzüge übertraf. Insbesondere Menschen zwischen 20 und 40 Jahren entscheiden sich für einen Wohnort auf dem Land. Ein Trend, den man seit Jahren nicht mehr beobachten konnte.

Mehr zum Thema:  Japan will Homeoffice in ländlichen Gebieten fördern

Trotz eines Mangels an Arbeitsplätzen und Infrastruktur zu ihrer Unterstützung versuchen lokale Verwaltungen und Unternehmen seit Jahren mehr Menschen in die ländlichen Gebiete zu locken. Ein Versuch, der bisher allerdings nicht von viel Erfolg gekrönt war, da Städte weiterhin attraktiver sind.

Doch die Pandemie spielt diesem Versuch in die Hände, denn da sich immer mehr Unternehmen dafür entscheiden auf Homeoffice zu setzen, ist es für die Mitarbeiter eine leichtere Entscheidung in ein ländliches Gebiet zu ziehen.

Für die Menschen bedeutet der Umzug oft, dass sie mehr Geld zur Verfügung haben, denn Japans Großstädte sind teuer, insbesondere was den Wohnraum angeht. Außerdem haben viele Menschen die Menschenmassen in den Städten statt.

Auch Unternehmen verlassen die Städte und ziehen aufs Land

Zudem entscheiden sich auch immer mehr Firmen, ihren Hauptsitz zu wechseln.

Der Personaldienstleister Pasona Group Inc. sagte im September, man werde seinen Hauptsitz und 1.200 Mitarbeiter auf die Awaji-Insel vor Kobe verlegen, die Heimat des 68-jährigen Vorstandsvorsitzenden Yasuyuki Nambu.

Die Schließungen in diesem Frühjahr seien ein entscheidender Faktor gewesen, sagte Nambu und fügte hinzu, der Trend werde sich fortsetzen, da Unternehmen und Beschäftigte ihre Einstellung zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben änderten.

„Die regionale Gesellschaft ist stressfrei, und man kann ein Leben führen, das reich an köstlichen Speisen und Aktivitäten wie Fischfang und Landwirtschaft ist“, so Nambu.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren