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Jetzt dürfen die Autofahrer auch mal lächeln

Japan ändert die Regeln für Führerscheinfotos

Den Führerschein zu machen ist für Jugendliche überall auf der Welt eine Herausforderung, auch in Japan ist das so. Wer die Prüfungen alle bestanden hat, freut sich, wenn er dann endlich fahren darf. Bisher gab es für das Aussehen des Führerscheinfotos in Japan klare Regeln, diese beginnen sich jetzt langsam zu ändern.

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In Japan fällt die Ausstellung von Führerscheinen in die Zuständigkeit der lokalen Polizeibehörde. Im Herbst 2021 forderte die Nationale Polizeibehörde die örtlichen Vertretungen auf, ihre Vorschriften für die Fotos zu überprüfen und gegebenenfalls unnötige Beschränkungen zu lockern.

Bei Führerscheinfotos wird mehr erlaubt

Die Region Osaka machte den Anfang und beschloss, dass die Leute auf den Bildern jetzt auch lächeln dürfen. Die Behörden in Tokyo fanden den Vorschlag so gut, dass sie ihn ebenfalls umsetzten.

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Das Verbot des Lächelns wurde einst eingeführt, damit das Foto im Führerschein dem Gesichtsausdruck des Eigentümers im Moment der Kontrolle entspricht. Jetzt dürfen junge Autofahrer und -Fahrerinnen ein wenig schmunzeln, die Lippen müssen aber geschlossen bleiben. Außerdem müssen die Fotografierten darauf achten, die Augen weit geöffnet zu halten. Die Foto-Automaten der Marke Photo-Me bietet seit langem Führerscheinfotos an. Sie haben jetzt eine Kampagne gestartet, mit der sie die Menschen in den betreffenden Regionen zum Lächeln auffordern, wenn sie sich für die entsprechenden Bilder in Pose bringen.

Lächelnde Kriegerfürsten
Automaten für besondere Bilder Bild: Photo-Me

Regeln in vielen Regionen sehr unterschiedlich

Als Werbefiguren wählte Photo-Me zwei bekannte historische Persönlichkeiten, die in der Regel nur mit mürrischem Gesicht abgebildet wurden. Den Anfang macht Ryoma Sakamoto, ein Samurai aus dem 19. Jahrhundert, der als großer politischer Denker bekannt ist. Seine bekannteste Darstellung zeigt ihn mit ernsten, in die Ferne gerichteten Blick. An den Photo-Me-Automaten wird er bald in leicht veränderter Form zu sehen sein und lächelnd. Auch Nobunaga Oda, einer der drei größten Samurai-Fürsten der Sengoku-Zeit, ist Teil dieser Kampagne.

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Tokyo erlaubt zudem die Verwendung farbiger Kontaktlinsen auf den Fotos, allerdings dürfen nur natürliche Farben gewählt werden, die auch im Alltag getragen werden. In einigen Regionen sind jetzt auch farbige Hintergründe in Rosa oder Gelb erlaubt, allerdings dürfen sie nicht dieselbe Farbe wie die Augen haben, da beide sonst optisch miteinander verschmelzen können, was nicht erlaubt ist. Die genauen Regeln für die jeweilige Region können über die Zulassungsstellen abgefragt werden.

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