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Regierung zeigt sich kritisch

Japan erhält seine 2. Babyklappe

Das Thema Babyklappe wird in Japan weiterhin stark diskutiert. Umso überraschender ist es, dass in Hokkaido nun die zweite Klappe in Japan ohne großes Aufsehen freigegeben wurde. Kritik gibt es jedoch trotzdem.

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Die Bürgergruppe Children’s SOS Hokkaido gab am 13. Mai bekannt, dass es in der Stadt Tibetsu nun offiziell die Klappe gibt. Das Projekt wurde im April einem Testlauf unterzogen und seit dem 10. Mai war die „Baby Box“ bereits öffentlich zugänglich.

Frage nach der medizinischen Versorgung

Eltern können über die Box ihren Säugling anonym in die Obhut der Organisation geben, die sich dann weiter um das Kind kümmert. Bisher wurden noch keine Kinder abgegeben. Anders als bei der bisherigen Anlaufstelle wird die Baby Box nur von der Gruppe betreut und befindet sich nicht an einer medizinischen Einrichtung.

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Aus dem Grund sprach die Regierung der Präfektur Hokkaido und der Stadt Tobetsu mit den Verantwortlichen über die medizinische Versorgung der Kinder. Gleichzeitig baten sie darum, vorerst keine Babys anzunehmen. Children’s SOS Hokkaido erklärte, dass sie mit den Regierungen über die Angelegenheit sprechen werden. Die Babyklappe schließen werden sie allerdings nicht.

Babyklappen retten Leben

Er kürzlich feierte Japans erste Babyklappe, am Jikei Hospital in Kumamoto, sein 15-jähriges Bestehen. Die Zuständigen des Krankenhauses betonten dabei, wie wichtig das Projekt für die Kinder und die Eltern sei. Der Direktor des Krankenhause begrüßt es, dass es nun eine zweite Anlaufstelle gibt. Allerdings merkte er an, dass er eine Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen befürwortet, ebenfalls wie einen 24-Stunden-Dienst.

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Auch Shima Sakamoto, Leiterin der Gruppe, betonte, wie wichtig die Klappe ist und dass sie notwendig ist, um das Leben von Kindern zu retten. Ihr sei dabei bewusst, dass ein Standort an einer medizinischen Einrichtung besser sei, aber außerhalb Japans würde es auch Babyklappen an anderen Orten geben. Am Ende wollen sie nur, dass das Leid von Kindern so gering wie möglich gehalten wird.

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