Stats

Anzeige
Home News Soziales & Leben Japan lockert Arbeitserlaubnis für festsitzende Ausländer

Vorübergehend werden Arbeitsmöglichkeiten ausgeweitet

Japan lockert Arbeitserlaubnis für festsitzende Ausländer

In Japan sitzen weiterhin Ausländer fest, die aufgrund der weltweiten Pandemie nicht in ihre Heimat können. Da mittlerweile die finanziellen Mittel und die allgemeine Unterstützung zur Neige geht, hat die japanische Regierung nun die Arbeitserlaubnis gelockert, um den Menschen ein Überleben zu ermöglichen.

Am Dienstag bestätigte das Justizministerium, dass sie die Vorschriften für Teilzeitarbeit für Ausländer lockern. Die Maßnahmen sind dabei noch am selben Tag in Kraft getreten. Nach der neuen Regel dürfen Personen mit einer 90-Tage-Kurzaufenthaltserlaubnis, ihr Visum verlängern und bis zu 28 Stunden pro Woche arbeiten.

Auch ehemalige Studenten erhalten Arbeitserlaubnis

Technische Praktikanten dürfen hingegen ihre Visa zu einer Arbeitserlaubnis für bestimmte Aktivitäten ändern lassen. Sie dürfen damit für sechs Monaten weiter eine Arbeit ausüben, auch in einem anderen Bereich, als sie ursprünglich angefangen haben.

Mehr zum Thema:  Coronavirus führt zu mehr Rassismus in Japan

Auch für ausländische Studenten gibt es eine neue Reglung. Wer ein Studentenvisum hat, kann damit weiterhin 28 Stunden pro Woche arbeiten, auch wenn der Inhaber nicht mehr Student ist. Die Reglung scheint dabei bis zum Ablauf des Studentenvisums zu gelten.

Es wird so gehofft ausländischen Studenten und anderen Personen mit einem Visum zu helfen, die wegen Coronamaßnahmen nicht in ihr Heimatland einreisen dürfen oder keine Möglichkeit auf einen Heimflug haben. Das Ministerium betont, dass es sich nur um vorübergehende Maßnahmen handelt. Wann sie jedoch enden werden, ist abhängig von der Situation, weswegen es noch kein Auslaufdatum gibt.

Maßnahmen reichen für Ausländer nicht aus

Zurzeit leben wohl 21.000 Ausländer in Japan, welche die neuen Maßnahmen in Anspruch nehmen können. Zuletzt hatten viele versucht ihr Visum zu verlängern oder es umwandeln zu lassen. Auch wenn es zumindest eine Reaktion von der Regierung ist, wird bemängelt, dass die Maßnahmen nicht ausreichend sind und sich die Lage für die Menschen nicht deutlich verbessert.

Die Ausländer haben nämlich weiterhin keinen Anspruch auf Sozialhilfe oder eine Krankenversicherung. Sie befinden sich damit weiterhin in einer finanziell sehr angespannten Situationen, wenn sie keine Arbeit finden sollten. Koichi Kodama, ein Anwalt mit Fachkenntnissen in Fragen ausländischer Arbeitskräfte, schlug deswegen vor, dass Japan ihnen am besten eine permanente Aufenthaltserlaubnis ermöglicht, die dann für mehrere Jahre gilt.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren