Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapan prüft Sorgerechtsregelung nach einer Scheidung

Umfrage bestätigt, das sich was ändern muss

Japan prüft Sorgerechtsregelung nach einer Scheidung

Ein Gremium des japanischen Justizministeriums erörtert zurzeit die Sorgerechtsregelung nach einer Scheidung. Im japanischen Zivilgesetzbuch heißt es, dass während der Ehe ein gemeinsames Sorgerecht besteht, nach einer Scheidung, ein Elternteil allerdings das alleinige Sorgerecht übernimmt.

Anzeige

Laut einer Umfrage des Kabinettsbüros sind allerdings eine deutliche Mehrheit der Befragten der Meinung, dass beide Elternteile nach einer Scheidung sich um die Erziehung der gemeinsamen Kinder kümmern sollten.

Ergebnisse dienen als Referenz bei der Entscheidung über die Sorgerechtsregelung

Die Ergebnisse des Gremiums dienen dem Justizministerium als Referenz, um über die Sorgerechtsregelung zu entscheiden.

LESEN SIE AUCH:  12 Eltern klagen in Japan auf ein gemeinsames Sorgerecht

Auf die Frage, ob beide geschiedenen Elternteile an der Erziehung von Kleinkindern beteiligt werden sollten, antworteten 11,1 Prozent der Befragten, dass dies in allen Fällen wünschenswert sei. 38,8 Prozent der Befragten gaben an, dass dies auf jeden Fall wünschenswert ist, was zusammen etwa der Hälfte der Befragten entspricht.

Anzeige

Mehr als 90 Prozent bejahen die Frage, ob beide geschiedenen Elternteile an der Erziehung der Kinder mitwirken sollen, aber nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Zudem sollte ein gemeinsames Sorgerecht ausgeschlossen werden, wenn Kindesmissbrauch oder andere Probleme der Grund für die Scheidung waren. Nur 5,7 Prozent antworteten, sie sei in jedem Fall unerwünscht.

Die meisten Japaner kennen die Regelung des Sorgerechts

Bei der Frage, in welchen Bereichen des Lebens der Kinder gemeinsame Entscheidungen getroffen werden sollten, gaben 58,5 Prozent Behandlungspläne bei schweren Krankheiten, an.  53,3 Prozent gaben an, Ausbildung einschließlich der beruflichen Laufbahn, 32,4 Prozent sind der Meinung, bei dem Wohnort des Kindes und 12,8 Prozent gaben die Beschäftigung des Kindes an.

Bezüglich der Sorgerechtsregelung nach einer Scheidung gaben 89,4 Prozent der Befragten an, dass sie darüber Bescheid wüssten, und nur 9,3 Prozent gaben an, dass sie davon keine Ahnung haben.

Anzeige
Anzeige