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Japan fehlt es an Förderprogrammen

Japan und seine vergessenen hochbegabten Kinder

TAS: Es kommt immer wieder vor, dass einige Kinder in bestimmten Bereichen überdurchschnittlich begabt sind. In vielen Ländern werden sie deswegen schon früh gefördert. Für japanische hochbegabte Kinder nur ein Traum, dann sie wurden bisher komplett vergessen.

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In Japan gibt es so gut wie keine pädagogischen Förderprogramme für Hochbegabte. Das führt dazu, dass sie sich in der Schule langweilen, Schwierigkeiten beim Lernen haben und sogar gar nicht mehr zur Schule gehen. Gerade in der Pandemie, wo Förderungen allgemein abgelehnt werden, ist das ein großes Problem.

Hochbegabte Kinder brauchen in vielen Bereichen Unterstützung

In anderen Ländern, wie den USA, gibt es hingegen Unterstützung. So können sie Klassenstufen überspringen, um schneller eine höhere Bildung zu erhalten, die sie auch wirklich fördert. Derartige Systeme werden auch in Japan gefordert.

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Dazu sollen sie auch eine Förderung außerhalb der Schule erhalten. Hochbegabte neigen zu zwanghaftem Verhalten, eingeschränkter Aufmerksamkeit oder anderen Eigenschaften, die ihnen den Alltag erschweren können. Es sei deswegen auch wichtig, ihnen in dieser Richtung zu helfen.

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Am 14. Juli sprach ein Expertengremium des Bildungsministeriums nun erstmals über das Thema. Es wurden dabei drei verschiedenen Bildungsmöglichkeiten für hochbegabte Kinder vorgestellt. Eine Möglichkeit ist das Überspringen von Klassen oder zusätzliche Lehrpläne.

Gremium will in zwei Jahren seine Vorschläge vorlegen

Anreicherungsprogramm ermöglichen Kindern hingegen, sich intensiver mit dem Stoff zu befassen, ohne dass sie überspringen. Das 2E-Programm ist für Kinder mit Entwicklungsstörungen gedacht, die aber ebenfalls hochbegabt sind.

Das Gremium diskutierte die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten. Es wurde dabei auch bedacht, wie das japanische Schulsystem funktioniert und dass Kinder auch soziale Kontakte mit Gleichaltrigen benötigen.

Das Gremium will eine Liste an Vorschlägen sammeln, wie Hochbegabte anerkannt werden können und welche Fördermaßnahmen erforderlich sind. In zwei Jahren soll sie fertig sein und dem Ministerium vorgelegt werden.

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