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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapan Women's University bemüht sich um die Aufnahme von Transfrauen

Aufnahme soll ab 2024 starten

Japan Women’s University bemüht sich um die Aufnahme von Transfrauen

In Japan wächst die Akzeptanz für trans Personen. Unter anderem will die Japan Women’s University erstmals trans Frauen zulassen. Bis dahin gilt es noch einige Probleme zu überwinden, damit sich am Ende alle an der Universität wohlfühlen können.

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Bisher war geplant, die ersten trans Frauen ab dem Geschäftsjahr 2021 zuzulassen. Allerdings stieß ein hausinternes Gremium auf einige Schwierigkeiten, weswegen das Vorhaben auf das Geschäftsjahr 2024 zurückgeschoben wurde. Aufnahmeprüfungen werden allerdings bereits angeboten.

Japan Women’s University verstärkt seine Bemühungen

Studentinnen stehen dem Vorhaben allgemein positiv gegenüber. In einer Umfrage gab etwa die Hälfte an, dass sie den Vorschlag als machbar ansehen. Nur ein Viertel war negativ eingestellt. Das andere Viertel konnte sich noch keine Meinung dazu bilden, ob sie die Aufnahme von trans Frauen als machbar ansehen.

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Bei den negativen Stimmen herrschte auch in vielen Fällen Akzeptanz für die Frauen. Allerdings gibt es Bedenken, dass die Universität noch nicht ausreichend vorbereitet ist. Daher überarbeitet die Universität diesen Plan weiterhin.

Die Japan Women’s University bemüht sich schon seit dem Ende des Geschäftsjahres 2018 darum, trans Frauen aufzunehmen, um unterschiedlichen Frauen das Studium zu ermöglichen. Doch aufgrund verschiedener Bedenken wurde das Vorhaben immer wieder nach hinten verschoben.

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Die Bemühung hat man jetzt nochmal erneut verstärkt und setzt vor allem auf den Dialog mit den Studentinnen. Neben einer E-Mail-Hotline werden auch persönliche Gespräche mit Gender-spezialisierten Beratern angeboten. Außerdem werden trans Personen eingeladen, um mit Studentinnen über das Thema zu reden.

Andere Frauenuniversitäten lassen trans Frauen bereits zu

Die Studentinnen sind ebenfalls aktiv geworden. Ein internes Projekt zur Förderung von Diversity wurde ins Leben gerufen, die unter anderem Veranstaltungen zum Thema „Gender Diversity“ organisiert. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, wieso es immer noch Universitäten nur für Frauen gibt.

Universitätspräsident Satoko Shinohara erklärt, dass auch in der heutigen Zeit Frauen, und damit auch trans Frauen, in Japans Gesellschaft weiterhin benachteiligt werden. Die Universitäten sollen deswegen ein Zufluchtsort für diejenigen sein, die sich unterdrückt fühlen.

Ähnlich denken auch die anderen Frauenuniversitäten im Land. An der Ochanomizu University werden bereits seit 2018 trans Frauen aufgenommen. Auch die Nara Women’s University und Miyagi Gakuin Women’s University lassen sie mittlerweile zu. Als Nächstes wird die Notre Dame Seishin University folgen. Aber auch andere diskutieren zumindest darüber, diverser zu werden.

Der Schritt wird von vielen Gruppen begrüßt, da er die Botschaft vermittelt, dass Universitäten verbündet sind und einen sicheren Ort bieten. Es hilft dem Selbstwertgefühl von trans Frauen sehr, in einer ähnlichen Umgebung in Ruhe zu studieren wie alle anderen auch. Gleichzeitig lernt die Umgebung mehr über Vielfalt und dass man sich doch gar nicht so unähnlich ist.

  • Themen im Artikel:
  • LGBT
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