Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapaner gehen im Homeoffice früher ins Bett und erlauben sich Nickerchen

Junge Menschen schlafen besser

Japaner gehen im Homeoffice früher ins Bett und erlauben sich Nickerchen

Japaner sind dafür bekannt, dass sie schon als Kinder deutlich zu wenig Schlaf bekommen. Eine Studie fand nun heraus, dass sich durch die Pandemie das Schlafverhalten der Menschen verändert hat, weil sie mehr im Homeoffice arbeiten.

Anzeige

Chill Out hat in Zusammenarbeit mit Kyushu University School of Medicine 1.000 Angestellte zwischen 20 und 59 Jahren, die im Homeoffice arbeiten, befragt. Man wollte dabei herausfinden, wie sich ihr Schlafverhalten verändert hat, seit sie von zu Hause aus arbeiten.

Im Homeoffice gehen die Menschen früher ins Bett

Von den Personen, die angaben „sehr beschäftigt“ und „ziemlich beschäftigt“ zu sein, hatte fast die Hälfte ihr Verhalten positiv geändert. 46,3 Prozent sagten, dass sie früher oder sogar viel früher ins Bett gingen. Etwa 25 Prozent gaben an, dass sich bei ihnen nichts geändert hätte. Der Rest ging ein wenig später oder viel später ins Bett, wobei bei Letzteren der Prozentsatz am geringsten war.

LESEN SIE AUCH:  Keio University erforscht Verbindung zwischen Schlaf und sozialen Kompetenzen bei Kindern

Weniger Veränderungen gab es bei den Befragten, die nicht so viel zu tun hatten. Dort gingen nur 23,4 Prozent früher ins Bett und bei 54,7 Prozent gab es keine Veränderungen. Der Anteil der Nachteulen im Homeoffice war somit sogar noch geringer. Neben dem abendlichen Schlaf gaben 40 Prozent aller Befragten an, dass sie in ihren Pausen ein Nickerchen machten, um sich zu erholen.

Anzeige

Bezüglich der Bettgehzeiten wurde auch gefragt, ob die Angestellten gut schlafen würden. Bei den Personen in den 20ern gaben mehr als die Hälfte an, dass sie bis zum Weckerklingeln durchschlafen würden. Frauen in der Altersgruppe erreichten mit etwa 65 Prozent sogar den höchsten Wert.

Junge Menschen schlafen schlechter ein

Mit dem Alter nahmen die Zahlen allerdings ab. Während Männer in den 30ern noch auf fast 50 Prozent kamen, schliefen nicht mal 20 Prozent der Männer in den 50ern durch. Ob das nun mit der Pandemie, dem Homeoffice oder dem Alter zusammenhängt, lässt sich nicht sagen.

Überraschend ist, dass die Personengruppen mit einem guten Schlaf, die größten Schwierigkeiten beim Einschlafen haben. Bei den Frauen in den 20ern waren es mit 45 Prozent die meisten mit Problem. Dahinter folgten die Männer in den 20ern mit 40 Prozent und die Frauen in den 30ern mit dem gleichen Wert.

Die geringsten Schlafprobleme hatten Männer in den 50ern, bei denen nur 20 Prozent lange wachlagen. Man könnte nun aus diesem Sachbestand schließen, dass junge Menschen und besonders Frauen mehr gestresst seien. Das würde auch mit einer anderen Umfrage zusammenpassen, laut der sich Mütter wegen der Pandemie gestresster fühlten.

Anzeige
Anzeige