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Home News Soziales & Leben Japanische Kinder erhalten Bürgerpreis für die Hilfe von geflüchteten Rohingya

Vier Grundschüler wurden ausgezeichnet

Japanische Kinder erhalten Bürgerpreis für die Hilfe von geflüchteten Rohingya

In Gunma wird jedes Jahr der „Citizen of the Year“-Award an Personen verliehene, die für die Gemeinschaft besonders viel geleistet haben. Dieses Jahr ging der Bürgerpreis überraschend an eine Gruppe an Grundschüler, die den Rohingya helfen.

Die Citizen Watch Co. übergab am Donnerstag vier Grundschülern von der Gunma Kokusai Academy’s Elementary School den Bürgerpreis, die laut ihnen außergewöhnliches geleistet haben. Zwischen August und Oktober letztes Jahr hatten die Kinder im Alter von sieben bis 12 Jahren mithilfe von Crowdfunding Geld für geflüchtete Rohingya gesammelt, die in Flüchtlingslagern Bangladesch leben.

Crowdfunding-Ziel wurde schnell überschritten

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die in Myanmar lebt. Sie werden in dem buddhistisch geprägten Land jedoch aktiv verfolgt und nach dem Putschversuch vor einigen Monaten hat sich die Lage für sie nur weiter verschlechtert.

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Die Kinder hatten von der Lage der Rohingya durch ihre Hausaufgaben erfahren und entschieden sich zu helfen. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne und hatten zu Beginn nur ein Ziel von etwa 768 Euro. Schnell kam aber deutlich mehr Geld zusammen und sie erhielten unter anderen Unterstützung von Rohingya, die in der Nachbarstadt lebten.

Die Gruppe führte sogar mit dem japanischen Botschafter in Bangladesch, Naoki Ito, ein Interview, was bei den Kindern einen bleibenden Eindruck hinterließ. Ito hatte zu den Kindern unter anderen gesagt, dass es wichtig sei weiterzumachen, auch wenn es nur kleine Dinge sind.

Menschen sollen mehr über die Rohingya lernen

Die vier Schüler schafften es insgesamt mehr als 23.000 Euro zu sammeln, die sie in drei Raten spenden. Der erste Betrag wurde im Dezember gespendet und das Flüchtlingscamp kaufte damit Schreibartikel, Decken und reparierten Schulen. Die zweite Spende wird nun im April ausgezahlt.

Aufhören wollen die Kinder aber noch nicht und sie wollen so lange es geht die größten Flüchtlingscamps der Welt unterstützen. Sie hätten viel über Asylsuchende gelernt, von denen zuvor nichts wussten. Sie wollen, dass jeder sich für das Thema interessiert und über etwas über die Torturen der Geflüchteten lernt. Die Situation wird sich vermutlich nach und nach ändern, wenn die Menschen davon wissen, so eins der Kinder.

Japan selbst hat den Geflüchteten Hilfe zugesichert und schickt ebenfalls finanzielle Unterstützung an die Menschen. Den Putsch in Myanmar verurteilen sie scharf, haben bisher aber keine offiziellen Sanktionen getroffen.

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