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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapanischer Lehrer verliert wegen unangemessenen Verhaltens auf einer Kundentoilette seinen Job

Man sollte auf einer öffentlichen Toilette nicht alles tun

Japanischer Lehrer verliert wegen unangemessenen Verhaltens auf einer Kundentoilette seinen Job

Viele größere japanischen Supermärkte bieten ihren Kunden kostenfreie Toiletten an. Trotzdem gilt es weiterhin als höflich, die Angestellten vorher zu fragen, ob man diese auch benutzen darf. Ein Mann in Fukuoka tat im Oktober 2021 genau das. Allerdings hatte er dort gerade Kondome gekauft und fragte bei der Kassiererin nach, ob es in Ordnung wäre, wenn er die Kundentoilette zum Masturbieren benutzen würde.

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So umsichtig der Kundenservice in Japan auch sein mag, bestimmte Anfragen müssen einfach negativ beschieden werden. Auch der Wunsch des Kunden wurde selbstverständlich entschieden abgelehnt. Die Tatsache, dass derselbe Mann diese Anfrage an einem anderen Tag wiederholte, brachte ihm nicht mehr Erfolg. Erst jetzt konnte im Zuge polizeilicher Ermittlungen festgestellt werden, dass es sich bei dem Mann um einen Lehrer der öffentlichen Mittelschule in Fukuoka handelte.

Kundentoiletten dürfen nicht für alles verwendet werden

Auch der Schulbehörde von Fukuoka wurde der Fall zugetragen, die entschied, dass der Lehrer deswegen nicht mehr tragbar sei und aus disziplinarischen Gründen von seiner Stelle entbunden wird. Sein Verhalten sei einem Bediensteten des öffentlichen Bildungswesens unwürdig und es ist deswegen unverzeihlich, ihn weiterhin im Dienst zu belassen. Der Sprecher der Behörde entschuldigte sich zutiefst für das ungebührliche Verhalten des Mannes.

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Trotz der Entscheidung diskutierten die Menschen in Japan, dass die Schulbehörde so lange für diesen Entschluss brauchte. Die Frage, ob man die Toilette eines Kaufhauses zum Masturbieren benutzen kann, ist schon so seltsam genug, wenn diese Frage auch noch von einem Lehrer kommt, der jeden Tag mit Kindern arbeitet, macht es die Situation bei weitem nicht besser. Staatliche Einrichtungen haben allerdings bestimmte Verfahrenswege, die bei Disziplinarangelegenheiten befolgt werden müssen.

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Lehrer fiel weiter unangenehm auf

Allerdings lief bereits ein Verfahren gegen den Lehrer, denn dieser soll sich im Februar und März 2022 in einen Clubraum geschlichen haben, der von Schülerinnen seiner Schule öfters genutzt wird. Die meisten japanischen Schulen haben keine eigenen Umkleideräume, sodass sich die Schüler woanders umziehen müssen. Der Japaner wollte in diesem Raum eine Kamera installieren, um Videos von den Mädchen machen zu können. Das Video wollte der Mann anschließend einer Frau zeigen, mit der er über die sozialen Medien in Kontakt gekommen ist.

Anschließend hoffte er, dass seine Auserwählte ihm ebenfalls ein Video von sich schicken würde. Die Eltern der Kinder in Fukuoka hoffen jetzt, dass bald eine bessere Lehrkraft gefunden wird, die sich besser geeignet ist und die freie Stelle übernimmt, immerhin war der gekündigte Mann Lehrer für Sozialkunde und bewies, dass er für seinen Posten denkbar ungeeignet ist.

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