Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapans Geburten sinken 2021 auf das vorausgesagte Niveau für 2028

Schneller als befürchtet

Japans Geburten sinken 2021 auf das vorausgesagte Niveau für 2028

Die Zahl der Geburten in Japan ist 2021 auf das Niveau gefallen, das eigentlich erst 2028 erwartet wird. Insgesamt sagt die Schätzung, dass 805.000 Kinder in diesem Jahr geboren wurden.

Anzeige

Normalerweise veröffentlicht das Gesundheitsministerium seine Geburtenstatistiken im Dezember, aber die Bekanntgabe der Schätzungen für die Jahre 2020 und 2021 wurde angesichts der Auswirkungen der neuen Coronavirus-Pandemie gestrichen. Im August wurde die letzte Statistik vom Ministerium veröffentlicht. Laut den Daten sind in den ersten sechs Monaten insgesamt 405.029 Kinder in Japan geboren worden.

Geburten um 4,3 Prozent zurückgegangen

Nach der Schätzung der Japan Research Institut und des Asahi Shimbun ist die Zahl der Geburten in Japan in diesem Jahr um 4,3 Prozent zurückgegangen. Der Rückgang ist damit stärker als  der durchschnittliche Rückgang von 3,5 Prozent zwischen 2016 und 2020.

LESEN SIE AUCH:  Familien fordern Japans Regierung auf die Zwangstrennung zu beenden

Bereits im Jahr 2015 und 2019 sank die Zahl um mehr als 4 Prozent. 2019 wird als „860.000-Schock“ bezeichnet.

Laut den vorläufigen Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge wurden zwischen Januar und Juni 2021 25.658 weniger Kinder in Japan geboren, als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, was einem Rückgang von 6 Prozent entspricht.

Geburtenrate sinkt schneller als befürchtet

Anzeige

Das National Institute of Population and Social Security Research (Nationales Institut für Bevölkerungs- und Sozialversicherungsforschung) schätzte 2017, dass die Zahl der Geburten im Jahr 2028 bei 809.000 liegen würde. Allerdings scheint die Geburtenrate in Japan viel schneller zu sinken.

„Im Jahr 2021 ist die Zahl der den Gemeinden landesweit gemeldeten Schwangerschaften im Vergleich zum Vorjahr in einigen Monaten zurückgegangen“, so Takumi Fujinami, ein leitender Chefanalyst des Japan Research Institute und Spezialist für Geburtenfragen. „Auch die Zahl der Eheschließungen war im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie rückläufig.“

Anzeige
Anzeige