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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenJapans Regierung ignoriert die steigende Not der Sozialhilfeempfänger im Land

Leben kaum noch finanzierbar

Japans Regierung ignoriert die steigende Not der Sozialhilfeempfänger im Land

Auch in Japan steigen die Preise, und während die Regierung versucht, die Inflation zu bekämpfen, vergisst sie die Sozialhilfeempfänger, die zunehmend unter Druck geraten, ihre Ausgaben noch weiter zu reduzieren.

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Diverse Faktoren haben die Strompreise und die Preise für Güter des täglichen Bedarfs auch in Japan stark ansteigen lassen und weitere Preissteigerungen, vornehmlich für Nahrungsmittel, werden erwartet.

Steigende Preise kein Grund für eine Erhöhung

Im April hatte die japanische Regierung Notfallmaßnahmen auf den Weg gebracht, um den Preisanstieg zu bekämpfen. Darin waren allerdings keine Maßnahmen enthalten, um Sozialhilfeempfängern zu helfen.

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Ein Sprecher des Wohlfahrtsministeriums erklärte dazu: „Um die Ausgaben für das Existenzminimum zu berechnen, auf denen die Sozialhilfezahlungen basieren, muss auch die Konsumtätigkeit analysiert werden. Wir können nicht allein aufgrund von Preissteigerungen über eine Erhöhung der Sozialhilfe entscheiden.“

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In den Leitlinien der Regierung für Sofortmaßnahmen heißt es, dass die Kommunalverwaltungen die Corona-Subventionen nutzen können, um die notwendige Unterstützung für die Armen umzusetzen, aber die Kommunalverwaltungen haben bisher nur wenige Schritte unternommen, um ihre eigenen Unterstützungsleistungen auszuweiten.

Hoffnung der Sozialhilfeempfänger schwindet

Für die Menschen, die in Japan von der Sozialhilfe abhängig sind, bedeutet dies, dass die Hoffnung auf mehr Unterstützung vergebens ist. Viele fühlen sich alleingelassen, insbesondere die Menschen, die an einer Krankheit leiden und deswegen keine Arbeit finden.

Das in Tokyo ansässige gemeinnützige Moyai Support Centre for Independent Living hat am 20. Juli einen Brief an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales geschickt, in dem es eine Erhöhung der Standard-Sozialhilfezahlungen, zusätzliche Formen der Unterstützung und andere Maßnahmen fordert.

Das Center betonte, dass die gestiegenen Ausgaben der Sozialhilfeempfänger gravierender geworden sind und man sehr besorgt darüber ist, dass viele Menschen dem Risiko eines Hitzeschlages ausgesetzt sind, weil sie Stromkosten sparen, indem sie ihre Klimaanlagen nicht benutzen.

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