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Ältere Frau sitzen mehr vorm Fernseher

Japans Senioren gucken wegen der Pandemie mehr Fernsehen

Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass sich das Verhalten der Menschen verändert. In Japan schalten mehr Senioren den Fernseher an, während die Jugend lieber zum Internet greift.

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Das Mobile Society Research Institute von dem Mobilfunkanbieter NTT Docomo Inc. veröffentlichte am Donnerstag eine Umfrage. Über einen Online-Fragebogen wurden im Februar 6.240 Personen zwischen 15 und 79 Jahren in ganz Japan befragt

Senioren schauen mehr Fernsehen

Es wurde gefragt, wofür die Menschen seit der Pandemie mehr Zeit hätten. Es zeigte sich dabei, dass es bei den Altersklassen große Unterschiede gibt, wobei es Mehrfachantworten gab.

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Bei den Personen um die 60 Jahr und 70 Jahre gab eine Mehrheit mit jeweils 60 Prozent und 70 Prozent an, dass sie mehr Antennenfernsehen schauen würden.

Nach Geschlecht aufgeteilt, waren es vor allem Seniorinnen, die mehr Fernsehen schauten. 71,3 Prozent der Frauen um die 60 hatten mehr Zeit für die Fernsehunterhaltung. Bei Frauen um die 70 Jahre sank die Zahl mit 70,2 Prozent nur leicht und bei den Männern im gleichen Alter war sie mit 70,3 Prozent zusätzlich fast gleich.

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Die jüngere Generation zeigte hingegen genau das gegenteilige Ergebnis. Sie konnten mit Fernsehen nicht viel Anfangen. Bei Teenagern lag die Zahl bei nur 40,2 Prozent, obwohl es zu Schulschließungen gekommen war. Die Mädchen schauten mit 52,2 Prozent deutlich mehr Fernsehen.

Junge Menschen reizt YouTube mehr

Insgesamt hatten von allen Befragten 60 Prozent seit Beginn der Pandemie mehr Zeit, Antennenfernsehen zu gucken. Bei den YouTube-Videos waren es um die 50 Prozent der Befragten.

70 Prozent der Befragten zwischen 15 Jahren und 29 Jahren gaben an, dass sie YouTube schauen oder sogar eigene Videos hochladen würden. Die Zahl gilt dabei für Mädchen und Jungen. Bei den Teenagerinnen gaben 74,5 Prozent an, dass sie mehr YouTube nutzten.

Bei den Jungen waren es etwas weniger mit 71,9 Prozent. Männer um die 20 Jahre kamen auch auf 70,3 Prozent. Bei allen Zahlen wurde auch das Erstellen von eigenem Video miteinbezogen.

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