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Die bekannte Illumination kann wegen der hohen Corona-Zahlen nicht stattfinden

Kirschblüten-Lightshow im Park von Kyoto abgesagt

Jedes Jahr sorgt eine aufwendige Licht-Veranstaltung in Kyoto dafür, dass sich die Kirschblüten in einem besonderen Licht präsentieren. Der herrliche Anblick sorgte dafür, dass die Illumination weit über die Grenzen Kyotos hinaus bekannt wurde. In diesem Jahr wurde das beliebte Frühlings-Ereignis wegen der Corona-Pandemie abgesagt, nachdem es im letzten Jahr noch hatte stattfinden können.

Eigentlich werden jedes Jahr die Kirschbäume im Maruyama-Park, der im Bezirk Higashiyama in Kyoto liegt von Ende März bis Anfang April abends aufwendig beleuchtet. Zahlreiche Besuchen kommen, um sich die etwa 700 Kirschbäume, darunter Someiyoshino und Trauerkirschen, anzusehen und die magische Stimmung zu genießen. Ein besonderer Blickfang ist dabei immer der Trauerkirschen-Baum „Gion no Yozakura“, der in der Mitte des Parks steht. Gerade in diesem Jahr erstrahlt er in vollster Blüte.

Kyoto rechnet nicht mit vielen Besuchern

In der Regel sind für die Zeit der Illumination zahlreiche Stände im und um den Park herum aufgebaut, die die Besucher mit unterschiedlichen Angeboten locken. Selbstverständlich gab es auch immer eine Möglichkeit, sich Tatami-Matten auszuleihen, auf denen man mit Freunden und Familie gemeinsam den Anblick der Bäume genießen und ein entspanntes Picknick machen konnte. Wegen der Absage sind auch diese Stände nicht zu entdecken, stattdessen wurden Schilder aufgestellt, die die Menschen daran erinnern im Park Masken zu tragen und auf Partys und größere Zusammentreffen zu verzichten.

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Mitte März hob die japanische Regierung den Ausnahmezustand wegen der Corona-Pandemie für Tokyo und die angrenzenden Präfekturen im Osten Japans auf. Aufgrund sinkender Corona-Zahlen ließ man den Ausnahmezustand planmäßig auslaufen und erlaubte die Menschen in den betreffenden Regionen wieder mehr Freiheiten. Seitdem steigt die Anzahl der Parkbesucher wieder an.

Menschen suchen nach Alternativen

Viele Besucher kamen auch aus anderen Gegenden, um sich am Anblick der beleuchteten Bäume zu erfreuen. Dementsprechend groß ist natürlich die Enttäuschung in diesem Jahr auf den schönen Anblick verzichten zu müssen. Viele reagieren aber mit Verständnis auf die Entscheidung, die Light-Show in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen. Selbst wenn der Ausnahmezustand aufgehoben sei, müssten die Leute weiterhin vorsichtig bleiben und sollten sich so großen Menschenmengen fernhalten.

Hinweisschild der Stadt Kyoto
Nur wenige Besucher im Maruyama-Park in Kyoto Bild: The Mainichi/Kazuki Yamazaki

Verschiedene Online-Plattformen veröffentlichten Sakura-Videos aus ganz Japan, die ebenfalls die Schönheit der Kirschbäume im Frühling illustrieren. Selbst wenn man sich die Bäume in der Realität nicht ansehen kann, stellen die Videos, die in sehr hoher Qualität aufgenommen wurden, zumindest eine kleine Alternative an. Viele Menschen hoffen, dass sie den Anblick dann im nächsten Jahr wieder in Ruhe ohne Masken und Abstand genießen können.

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