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Pandemie und Regierungsmaßnahmen fördern Kinderwunsch

Mehr als ein Viertel der japanischen Eltern wollen noch ein Kind

In Japan gibt es weiterhin eine niedrige Geburtenrate, die dem Land Probleme macht. Die Regierung versucht mit verschiedenen Maßnahmen die Bevölkerung zu mehr Kindern zu bewegen und tatsächlich scheint zumindest das Interesse gestiegen zu sein. Denn mehr als ein Viertel der Eltern hätten gerne noch ein Kind.

Das private Unternehmen Meiji Yasuda Life Insurance Co. führte zwischen dem 12. und 15. Juni eine Umfrage bei Eltern mit Kindern bis sechs Jahre durch und veröffentlichte am Donnerstag die Ergebnisse. Insgesamt nahmen 1.100 verheiratete Paare an der Befragung teil.

Eltern haben weniger Kosten bei Kindern

Von allen Befragten gaben 30,5 Prozent an, dass sie gerne noch ein zweites Kind hätten. Im Vergleich zum Vorjahr, wo nur 21,3 Prozent dieselben Angaben machten, ist das ein enormer Anstieg und ein Rekordhoch.

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Das Versicherungsunternehmen geht davon aus, dass es zum einen mit den neuen Maßnahmen der Regierung zusammenhängt. Mit den jetzt kostenlosen Vorschulen und Betreuungseinrichtungen gibt es eine weitere wirtschaftliche Entlastung für Eltern, die gut ankommt. Allgemein sind die Kosten für Kinder gesunken. Laut Umfrage lagen die monatlichen Ausgaben mit 36.247 Yen auf einem Rekordtief. 2019 waren es noch durchschnittlich 40.687 Yen pro Monat.

Väter sollen sich mehr Urlaub nehmen

Ein weiterer Faktor ist dazu tatsächlich die Pandemie. Eltern können dank Homeoffice nun flexibler sein. Kindererziehung und Arbeit lassen sich so einfacher in Einklang bringen. Ebenfalls eine interessante Veränderung ist die Meinung zum Vaterschaftsurlaub.

Frauen gaben mehrheitlich an, dass ihre Ehemänner durchschnittlich 94 Tage Vaterschaftsurlaub nehmen sollen. Tatsächlich nehmen sich laut Umfrage die Väter jedoch nur um die sieben Tage frei. Die Regierung selbst bemüht sich auch hier den Urlaub attraktiver und zugänglicher zu machen, um Mütter zu entlasten und ihren Ausfall am Arbeitsplatz zu reduzieren.

Abschließend fasst das Unternehmen zu der Frage zusammen, dass Männer sich nach wie vor mehr in die Kindererziehung einbringen sollen. Sie empfehlen dabei, dass sie tatsächlich die gewünschte Zahl der Tage von den Müttern freinehmen und das Angebot für den Urlaub voll nutzen.

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