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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenNeues Pflegezentrum in Okinawa unterstützt Kinder und ihre Mütter nach der Geburt

Viele Mütter und ihre Kinder brauchen Hilfe

Neues Pflegezentrum in Okinawa unterstützt Kinder und ihre Mütter nach der Geburt

MS: In Japans südlichster Präfektur Okinawa wurde eine Einrichtung gegründet, in der sich speziell Mütter nach der Geburt ihrer Kinder in einer entspannten Atmosphäre erholen können.

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Verantwortlich für die Gründung des neuen Pflegezentrums ist die lokale Firma „zeroplace“ unter der Leitung von Ayaka Shimabukuro. Ziel des Unternehmens ist es, dieses Pflegesystem über weite Teile des Landes auszudehnen und so in Zukunft viele Familien in ganz Japan zu unterstützen.

Viele Mütter benötigen inzwischen externe Unterstützung

Die Einrichtung, die in der Präfekturstadt Urasoe eröffnet wurde, ist auf die Betreuung von Müttern und ihrer neugeborenen Kinder spezialisiert. Es ist immer eine Hebamme vor Ort und wer möchte, kann auch das hauseigene Café besuchen.

Mit dem Pflegezentrum möchte man gerade diejenigen Frauen unterstützen, die kurz zuvor entbunden haben und deswegen einer gesonderten Betreuung bedürfen. Die Zahl der Kernfamilien, deren Haushalt aus einem Elternpaar und ihren leiblichen Kindern besteht, wächst, weswegen sich auch die Lebensumstände vieler Frauen in den letzten Jahrzehnten verändert haben.

Die Fälle, in denen sich Mütter mit ihren neugeborenen Kindern plötzlich in der Isolation wiederfinden, häufen sich. Eine gefährliche Entwicklung. Zumal momentan auch noch die Pandemie als zusätzlicher Belastungsfaktor hinzukommt.

Über die Gründerin des Pflegezentrums

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Shimabukuro ist selbst Hebamme und hat sowohl in Okinawa als auch in Osaka in Krankenhäusern gearbeitet. Die Erfahrungen aus dieser Zeit bewogen sie dazu, das neue Pflegezentrum zu entwickeln.

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Sie sagte, sie habe erkannt, wie wichtig es sei, dass gebärende Frauen nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus reibungslos in die Wochenbettbetreuung geleitet werden, und hätte daraufhin beschlossen, die Einrichtung zu eröffnen.

Die Gründerin von zeroplace
Ayaka Shimabukuro Bild: MS

In einem Probelauf vor der offiziellen Eröffnung der Einrichtung stellten die Besuchenden fest, dass die Einrichtung „sich nicht nur auf Babys, sondern auch auf die Mütter konzentriert“. Shimabukuro erklärte, dass die Einrichtung zwar „Babys ermöglicht, ihre Zeit sicher zu verbringen“, sie aber auch versuchen würde, „einen schicken Raum zu schaffen, in dem sich auch Erwachsene entspannen können“.

Die Eröffnung des Zentrums war ursprünglich für den September geplant gewesen. Aufgrund der Pandemie musste sie dann allerdings nach hinten verschoben werden, so dass sie letztendlich erst am 14. Oktober stattfinden konnte.

„Zeroplace“

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Die Einrichtung, die inzwischen auch „Zeroplace“ genannt wird, steht Eltern und ihren Kindern sowie ihren Familien und Freunden zur Verfügung, solange die Kinder ihr erstes Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Mütter können Beratung zur Kindererziehung sowie Hebammendienste, einschließlich Stillhilfe und Beckenpflege erhalten. Aber sie können ihre Babys auch der Obhut der Fachkräfte vor Ort überlassen, um im Lounge-Bereich sowie im Schlafraum Zeit für sich allein zu verbringen.

Im Lounge-Bereich soll außerdem in Zusammenarbeit mit Nestle Japan aus Kobe ein Stand für Kaffee aufgebaut werden, der dann auch speziell für noch stillende Mütter koffeinfreien Kaffee bereithalten soll.

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