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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenNiigata ruft Japaner auf, wieder mehr Reis zu essen

Die Werbe-Videos richten sich vorrangig an junge Menschen

Niigata ruft Japaner auf, wieder mehr Reis zu essen

Die Präfektur Niigata ist das größte Reisanbaugebiet Japans. Die Regierung macht sich Sorgen, weil der Pro-Kopf-Verbrauch an Reis in Japan immer weiter zurückgeht. Aufgrund der Öffnung nach außen ist der japanische Speiseplan wesentlich abwechslungsreicher geworden und westliche Gerichte, die ohne Reis zubereitet werden, sind hauptsächlich bei jungen Leuten angesagt. Das stetig wachsende Angebot an unterschiedlichsten Zutaten sorgt dafür, dass traditionelle Gerichte ins Hintertreffen geraten.

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In vielen Anime und Fernsehserien gibt es eine Szene immer wieder zu sehen. Ein Charakter hat verschlafen und rennt aus dem Haus, ohne vorher Zeit für ein ordentliches Frühstück zu haben. Deswegen muss eine Scheibe Toast reichen. Dieses bekannte Erzählmuster ist vielen jungen Japanern bekannt und sie neigen dazu, in einer ähnlichen Situation genauso zu reagieren.

Niigata im Kampf gegen Anime-Klischee

Bei einer Analyse zum Reisverbrauch, die Niigata in Auftrag gab, kam heraus, dass das Bild aus dem Fernsehen das Verhalten der Menschen beeinflusst. Vor allem Anime sind tief in der japanischen Kultur verwurzelt und üben vorrangig auf junge Japaner einen großen Einfluss aus. In den Köpfen der Zuschauer würde sich das Bild „Frühstück = Brot“ festsetzen, deswegen würde kaum noch jemand Reis zum Frühstück essen.

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Deswegen entschloss sich Niigata zu einer Kampagne, die zeigt, dass man auch mit einem Onigiri zu spät kommen kann. Es entstand ein Poster, mit einem Mädchen, das ein Onigiri im Mund hat, während es scheinbar eilig zur Schule läuft, entsprechende Clips wurden ebenfalls produziert, einmal als Anime und einmal als Realfilm. Durch die Darstellung sollen die Betrachter wieder daran erinnert werden, dass Snacks wie Reisbällchen ein ansprechendes Frühstück abgeben.

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Mehr Aktionen für mehr Reis sollen folgen

Für den Realfilm wurde die japanische Jung-Schauspielerin Manami Igarashi als Heldin ausgewählt. Weitere Kurzfilme sollen folgen. Im Netz jedenfalls werden die Clips unterschiedlich diskutiert, während die einen von der Idee angetan sind und unterstreichen, dass Reis ein wichtiger Teil der japanischen Kultur ist, lassen sich andere eher weniger von ihren bekannten Ritualen abbringen. Auch die Darstellung des Reis-Bällchens wird oftmals kritisiert.

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Bei einem klassischen Onigiri, wie es im Clip zu sehen ist, handelt es sich eigentlich um einzelne Reiskörner, die fest zusammengepresst werden und so die typische Form erhalten. Wenn man ein solches im Mund hat und sich damit rennend fortbewegt, würde es höchst wahrscheinlich nach wenigen Schritten auseinanderfallen, auch wenn dafür Reis aus Niigata verwendet worden ist. Ob eine Toastscheibe unter den gegebenen Umständen sehr viel länger halten würde, ist zwar nicht gesagt, trotzdem halten viele Japaner an dieser Gewohnheit fest und greifen am Morgen eher zum Brot.

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