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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenNutzung von Smartphones beeinflusst die Prüfungsergebnisse von japanischen Schulkindern

Mehr Kinder nutzen PCs in der Schule

Nutzung von Smartphones beeinflusst die Prüfungsergebnisse von japanischen Schulkindern

Mittlerweile benutzen schon Kinder im Grundschulalter regelmäßig Smartphones. Eine Studie des japanischen Bildungsministeriums zeigt nun, dass das teilweise starke Auswirkungen auf die Prüfungsergebnisse haben kann.

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Am 28. Juli veröffentlichte das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie seine Studie zur nationalen Leistungsüberprüfung für das Schuljahr 2022. Untersucht wurden die Leistungen von Kindern im sechsten Grundschuljahr und im dritten Jahr der Junior High School. Neben den öffentlichen Schulen wurden dabei auch private Einrichtungen mit einbezogen, wenn sie sich für die Studie gemeldet haben.

Smartphones beeinflussen die Schulleistungen

In der Studie wurde zum ersten Mal untersucht, wie sich die tägliche Nutzung von Smartphones auf die Ergebnisse von Prüfungen auswirkt. Von allen Befragten mit einem Handy oder ähnlichen Geräten gaben 50,6 Prozent der Sechstklässler und 75,6 Prozent der Drittklässler an, dass sie mehr als eine Stunde pro Tag Soziale Medien nutzen, Videos schauen oder ähnliches mit ihrem Handy machen.

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Die Studie stellte dabei fest, dass je höher die Nutzungsdauer von Smartphones ist, desto weniger richtige Antworten wurden in den Prüfungen aller sechs Hauptfächer erreicht. Am deutlichsten wurde das im Fach Mathematik an den Junior High Schools.

Kinder, die mehr als vier Stunden pro Tag am Handy verbrachten, hatten im Durchschnitt nur 41,4 Prozent der Fragen richtig, was der schlechteste Prozentsatz in dem Bereich war. Im Vergleich dazu erreichten Kinder, die weniger als 30 Minuten pro Tag am Handy waren, einen Durchschnitt von 60,8 Prozent an richtigen Antworten.

Mehr Schulkinder benutzen Computer und Tablets im Unterricht

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Ähnliche Ergebnisse wurden bei Kinder festgestellt, die viel Zeit mit Videospielen verbringen. Je mehr Zeit sie mit spielen verbrachten, desto schlechter wurden die durchschnittlichen Ergebnisse bei den Prüfungen. Allerdings wurde auch festgestellt, dass die Zahl der Kinder zurückging, die viel spielen. Das hängt vermutlich mit der Aufhebung der Coronamaßnahmen zusammen, womit die Kinder weniger zu Hause sind.

Neben den Auswirkungen auf die Leistungen wollte das Ministerium auch wissen, wie weit PCs und Tablet in den Schulen genutzt werden, nachdem sie seit Ende des Schuljahres 2020 an vielen Grund- und Mittelschulen in ganz Japan bereitgestellt werden. Das große Ziel der Regierung ist dabei, dass jedes Schulkind Zugang zu einem Gerät hat.

83,3 Prozent der Grundschulkinder gaben an, dass sie die Geräte im Unterricht verwenden, was ein Plus von 42,9 Prozent zum Vorjahr ist. Bei der Junior High School sind es 80,7 Prozent, was ein Plus von 46,3 Prozent ist. Zusätzlich gaben 69 Prozent der Schulen aus beiden Gruppen an, dass sie ein technisches Unterstützungssystem für Lehrer bei der Computernutzung besitzen.

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