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Küche soll neue Geschäfte anlocken

Öffentliche Gemeinschaftsküche soll Einkaufsviertel in Tokyo wiederbeleben

Tokyo mag zwar wohl die bekannteste Stadt in Japan sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Ecken auch von dem Tourismus profitieren. Aus dem Grund ist ein Einkaufsviertel nun kreativ geworden und hat eine öffentliche Gemeinschaftsküche eröffnet.

Kürzlich feierte das Projekt mit dem Namen Kameya Kitchen in der Happy Road Oyama in Itabashi seine Eröffnung. Die Küche befindet sich in einem ehemaligen Schuhgeschäft in der Nähe der Oyama Station und ist mit allem Notwendigen ausgestattet.

Junge Köche sollen sich austesten

Neben einem Kochbereich mit professionellen Kochutensilien gibt es auch einen großen Kühlschrank mit Gefrierfach, einen Essensbereich mit 16 Sitzplätzen und eine Vitrine zum Präsentieren von Gerichten. Der Raum wurde dabei so angelegt, dass er sich mit Coronamaßnahmen vereinbaren lässt.

Die Gemeinschaftsküche kann jeder bereits ab einen halben Tag mieten und sich darin kulinarisch austoben. Allerdings beträgt die Mindestmietdauer drei Monate und Nutzer müssen sich vorab mit den Organisatoren absprechen. Die Kosten selbst sind von den Wochentagen und Tageszeiten abhängig. So beträgt der Preis für einen halben Tag zwischen 18.000 Yen und 25.000 Yen.

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Der Hintergedanke der Küche ist, dass Köche ihre Fähigkeiten testen können bevor sie ihre eigenen Lokale eröffnen. Die Organisatoren planen dabei auch Online-Kurse anzubieten, in denen erklärt wird, wie Personen ein eigenes Unternehmen starten.

Gemeinsame Küche soll das Viertel wiederbeleben

Zustande kam das Projekt durch den Besitzer des ehemaligen Schuhladens Kameya. Nachdem der Laden nach 80 Jahren letzten Sommer schließen musste wand sich der Besitzer an den Verband, der sich für die Förderung des Viertels einsetzt. Er bat dabei den Laden zu nutzen, um der Gemeinde zu helfen. Die Immobilienagentur Ject One Co. und Unternehmen des Verbandes schlossen sich zusammen, um die Gemeinschaftsküche umzusetzen. Der Name ist dabei an den alten Schuhladen angelehnt.

Mit dem Projekt hoffen die Organisatoren die Gegend wiederzubeleben und vor allem junge Menschen anzulocken. Es sollen allgemein die lokalen Bemühungen zur Eröffnung von mehr Geschäften unterstützt werden.

Bürgermeister Takeshi Sakamoto selbst gab bei der Eröffnung an, dass das Projekt in der Zukunft ein japanisches Modell sein wird. Es wird laut ihm erfolgreich dabei helfen, eine Stadt zu schaffen, in der die Menschen leben wollen. Die Erwartungen an der Gemeinschaftsküche sind jedenfalls groß.

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