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Oktober bringt höhere Preise und gekürzte Sozialleistungen in Japan

MA – In Japan werden ab heute eine Reihe von Preisen erhört und Sozialleistungen gekürzt, von alkoholischen Getränken bis hin zu Mindestlöhnen, da die Steuer- und Sozialsysteme überarbeitet wurden.

Mit den revidierten Steuersätzen werden die Einzelhandelspreise von Wein, Tabak und billigen alkoholischen Getränken, die aus Malz-Alternativen oder einer Spirituosenmischung hergestellt werden, teurer.

Höhere Preise für billigen Alkohol und Zigaretten

Die Steuer für die in Japan sogenannten „Biere der dritten Kategorie“ wird um 9,8 Yen pro 350 Milliliter und die für Wein um 7,5 Yen für eine Flasche normaler Größe erhöht.

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Aber normales Bier der gleichen Menge wird um 7 Yen niedriger besteuert und japanischer Sake, der normalerweise in 1,8-Liter-Flaschen verkauft wird, wird um 18 Yen billiger sein.

Die Verkaufspreise der 224 Produkte von Japan Tobacco werden zwischen 10 Yen und 100 Yen pro Packung höher sein. Philip Morris und British American Tobacco werden ebenfalls Preiserhöhungen zwischen 20 Yen und 50 Yen bzw. 10 Yen und 60 Yen einführen.

Finanzielle Hilfen für sozial Schwache werden gesenkt

Im Rahmen der Änderungen im Sozial- und Gesundheitssektor werden Menschen ab 65 Jahren vorrangig gegen Grippe geimpft werden können, während die Rotavirus-Impfung für Kleinkinder, die im und nach dem August geboren werden, grundsätzlich kostenlos sein wird.

Von den 47 Präfekturen Japans werden 40 – ohne Hokkaido, Tokyo, Shizuoka, Kyoto, Osaka, Hiroshima und Yamaguchi – die Mindestlöhne schrittweise um 1 bis 3 Yen anheben.

Finanzielle Hilfen für Haushalte mit niedrigem Einkommen, z.B. zur Deckung ihrer Stromrechnungen, werden reduziert.

Andererseits wird Arbeitslosengeld, das Personen gewährt wird, die ihren Arbeitsplatz aus persönlichen Gründen aufgeben, nach zwei statt drei Monaten ausgezahlt, was nach Angaben der Regierung zur Schaffung eines Arbeitsmarktes beitragen soll, der den Berufswechsel erleichtert.

Gebühren für NHK sinken

Die Fernsehgebühren für NHK (Japan Broadcasting Corp.) werden um 35 Yen pro Monat auf 1.225 Yen gesenkt, während die Gebühren für ein Paket mit Satellitenübertragungen um 2.170 Yen, also um 60 Yen, sinken.

Ebenfalls ab Anfang Oktober wird Tokyo in die „Go to Travel“-Kampagne der Regierung aufgenommen, ein Subventionsprogramm für den Inlandstourismus mit dem Ziel, den Konsum nach einem Abwärtstrend bei den Coronavirus-Infektionen wieder anzukurbeln.

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