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Leseverständnis macht allerdings Probleme

Pandemie bringt japanische Jugendliche vermehrt zum Lesen

Die letzten Monate haben aufgrund der Pandemie dazu geführt, dass die Menschen gezwungen waren sich mehr zu Hause zu beschäftigen. Vor allem Kinder und Jugendliche hatten mit den Schulschließungen plötzlich viel Zeit zu Hause. Das hat dazu geführt, dass Jugendliche nun mehr lesen.

Die Nippon Foundation führte vom 29. September bis 5. Oktober eine Online-Umfrage zum Leseverhalten von Personen im Alter von 17 bis 19 Jahren durch. Insgesamt 1.000 Jugendliche antworteten auf die Studie, deren Ergebnisse nun am Montag veröffentlicht wurden. Überraschenderweise gibt es relativ positive Auswirkungen der Pandemie.

Mehrheit der Jugendlichen liest gerne

Von allen Befragten gaben 24,9 Prozent an, dass sie mehr lesen als vor dem Ausbruch des Virus. 69,1 Prozent gaben an, dass sich ihr Leseverhalten nicht wirklich geändert hat. Nur bei sechs Prozent soll sich hingegen die Lesemenge reduziert haben.

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Um die 59,7 Prozent gaben an, dass sie gerne lesen würden. Im Vergleich dazu waren es 12,8 Prozent, die Lesen nicht wirklich mochten. Auch bei der Menge der gelesenen Bücher gibt es einen interessanten Unterschied.

44,8 Prozent gaben an, dass sie pro Monat ein bis zwei Bücher lesen. Mehr als sieben Bücher lasen 6,8 Prozent. Dem gegenüber stehen 32,7 Prozent der Jugendlichen, die überhaupt keine Bücher lesen. Am häufigsten wurden Novellen gelesen. Dahinter folgten Manga und Light Novels.

Leseverständnis macht Probleme

Ebenfalls wollte der Verband wissen, wie die jungen Menschen zum allgemeinen Leseverständnis stehen. Auf die Frage, wie sie zur Verschlechterung des Verständnisses bei jungen Menschen stehen, gaben 65,4 Prozent an, dass es nicht gut sei. Allerdings gaben gleichzeitig 38,2 Prozent an, dass sie glauben, dass sie unter Personen mit geringem Leseverständnis fallen.

Diese Entwicklung zeigt, dass es eigentlich notwendig ist, die Lesefähigkeiten mehr in den Schulen zu fördern. Das ist jedoch aufgrund der Pandemie zurzeit schwierig. Allgemein wird davor gewarnt, dass die aktuelle Situation die Bildungsungleichheit im Land vertieft, da nicht unbedingt alle Kinder die Technik für Fernunterricht haben.

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