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Fast 20 Prozent geben eine positive Entwicklung an

Pandemie verbessert Beziehung von japanischen Ehepaaren

Zurzeit zwingt die weltweite Pandemie die Menschen dazu, viel Zeit zu Hause zu verbringen. Besonders bei Ehepaaren kann das zu Frust und sogar Trennungen führen. Eine aktuelle Umfrage zeigt allerdings, dass in einigen Fällen sich die Beziehung verbessert hat.

Meiji Yasuda Life Insurance Co. führte zwischen Oktober und November eine Befragung unter Ehepaaren zu ihrer derzeitigen Situation durch. Insgesamt nahmen 1.080 Personen im Alter von 20 bis 50 Jahren an der Befragung teil. Überraschenderweise gaben dabei 19,6 Prozent an, dass sich ihre Beziehung in der Pandemie verbessert hat.

Ehepaare sprechen mehr miteinander

Im Vergleich dazu gaben nur 6,1 Prozent an, dass sich ihre Beziehung verschlechtert hat. Bei den restlichen 74,3 Prozent bliebt das Verhältnis zueinander gleich. Von den Ehefrauen und Ehemännern, bei denen sich die Beziehung verbessert hatte, gaben 62,5 Prozent an, dass sich ihr Verhältnis durch mehr Gespräche verbessert hat.

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Die Paare sprachen nach der Umfrage wohl 140 Minuten mehr an Wochentagen und an Wochenenden sowie Feiertagen 329 Minuten mehr. Bei den unglücklicheren Paaren lagen die Zahlen im Vergleich bei nur 88 Minuten und 1156 Minuten mehr.

37,1 Prozent erklärten hingegen, dass gemeinsame Mahlzeiten dabei halfen sich besser zu verstehen. Allgemein gaben 27 Prozent aller befragten Frauen und 17,1 Prozent aller Männer an, dass sie sich mehr unterstützt fühlten. Nach Angaben von 23,4 Prozent der Frauen halfen die Männer mehr bei der Hausarbeit und der Kinderbetreuung. Andersherum waren es bei den Männern 6,1 Prozent.

Schattenseiten dürfen nicht vergessen werden

Allgemein hat die neue Situation dabei geholfen, dass die Paare ihren Partner besser verstehen und mehr wertschätzen. Damit wird ein wenig den sogenannten Corona-Scheidungen widersprochen, die immer wieder in Medien als ein Phänomen der Pandemie erwähnt werden. Tatsächlich wurden zu Beginn der Krise verschiedene Dienste beliebter, die bei der Verhinderung einer Scheidung helfen sollten.

Gleichzeitig sollten dazu nicht die Schattenseiten vergessen werden. In den letzten Monaten ist die häusliche Gewalt in Japan stark angestiegen und auch sexuelle Übergriffe haben zugenommen. In beiden Fällen werden die Auswirkungen der Pandemie für den Anstieg verantwortlich gemacht.

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