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Insgesamt sind 20 Fälle in den letzten fünf Monaten bekannt geworden

Präfektur Kanagawa bestätigt, dass dort in den letzten Monaten vermehrt Kinder vergessen wurden

Die Städte Yokohama und Kawasaki in der Präfektur Kanagawa, südlich von Tokyo, gaben bekannt, dass von April bis August 2022 insgesamt 20 Schützlinge in Kindertagesstätten, Kindergärten oder anderen Kinderbetreuungseinrichtungen vorübergehend als vermisst gemeldet wurden. Einige davon wurden auf Ausflügen aus Versehen zurückgelassen.

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Mehrere Stadtverwaltungen in ganz Japan überprüfen aktuell massiv die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, nachdem ein Mädchen in einem Bus auf dem Weg zu einer Kinderbetreuungseinrichtung in der Stadt Makinohara (Präfektur Shizuoka) vergessen wurde. Da es an dem betreffenden Tag sehr heiß war verstarb das Mädchen an einem Hitzschlag.

Kindertagesstätten in Yokohama verlieren vermehrt Kinder

Die Städte Yokohama und Kawasaki gehören zu den drei Städten in der Präfektur Kanagawa, die wegen solcher Probleme bereits in der Vergangenheit besonders unter Beobachtung standen. Die dritte Stadt, Sagamihara, meldete keine Vorfälle in jüngster Zeit. Allein in Yokohama wurden für diesen Zeitraum neun Fälle gemeldet, bei denen Kinder auf einem Schulhof oder an anderen Orten zurückgelassen wurden.

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Die Stadt bestätigte sechs Fälle, in denen Schützlinge vorübergehend als verschwunden galten. Nach Angaben der Stadt wurde in einem Fall die Tür eines Lagerhauses verschlossen, ohne dass bemerkt wurde, wie ein 11 Monate alter Junge hineinlief. In einem anderen Fall hatte ein dreijähriges Mädchen eine Kinderbetreuungseinrichtung ohne Erlaubnis verlassen und wurde anschließend auf der Straße aufgefunden. In keinem dieser Fälle wurden die Kinder verletzt.

Die Stadtverwaltung von Yokohama verpflichtet seit 2011 alle Betreuungseinrichtungen, solche Vorfälle zu melden. In diesem Jahr wurde ein Kind aus einer privaten Kindertagesstätte in einem Park alleine zurückgelassen. In letzter Zeit fällt auf, dass solche Ereignisse sehr zugenommen haben. 2019 wurden zehn vermisste Kinder gemeldet, im folgenden Jahr waren es bereits 20 Kinder und im Jahr 2021 meldeten die Kinderbetreuungseinrichtungen in Yokohama 26 solcher Vorfälle.

Auch in Kawasaki bleibt das Problem aktuell

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Als Reaktionen auf den tödlichen Vorfall in der Präfektur Shizuoka hat die Stadt am 6. September eine Aufforderung an alle Einrichtungen herausgegeben, das Sicherheitsmanagement noch einmal explizit zu überprüfen und maximale Sicherheit zu gewährleisten. In einem Notfallfragebogen wurden die Kindertagesstätten befragt, wie sie die Anwesenheitskontrolle gewährleisten.

Seit April 2022 meldete Kawasaki fünf problematische Fälle. Darunter ist auch ein Fall zu finden, bei dem ein Kind in einem Park vermisst wurde, nachdem es an einem Ausflug der Kindertagesstätte teilnahm. In einem anderen Fall wurde ein kleines Kind auf der Toilette seines Kindergartens vergessen. In allen Fällen konnten die Kinder schnell wieder gefunden werden und blieben ohne Verletzungen. Auch hier hat die Stadtverwaltung Maßnahmen zur Abhilfe angeordnet.

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