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Die Nudeln werden in der kalten Winterluft gezogen

Produktion von Winter-Somen erreicht Höhepunkt

In der Stadt Nankan, in der Präfektur Kumamoto werden seit über 300 Jahren Somen-Nudeln hergestellt. Vor allem die, die in der kalten Winterluft gezogen werden, gelten als Highlight und sind bei Feinschmeckern sehr beliebt. Aktuell befindet sich die Produktion auf dem Höhepunkt.

Somen sind die dünnsten Nudeln, die es in der japanischen Küche zu finden gibt. Der Teig besteht traditionell aus Weizenmehl, Wasser und Salz, heute sind aber auch Variationen durchaus möglich. In der Regel werden die Nudeln kalt mit einer aromatischen Soße gegessen, im Winter werden sie mit einer heißen Brühe serviert. In Japan spezialisieren sich viele Restaurants auf bestimmte Nudel-Sorten, weswegen es auch Somen-Restaurants gibt.

Somen für jeden Geschmack

Besonders beliebt in Japan sind Cha Somen, die mit Matcha-Pulver verfeinert werden. Auch Tamago-Somen, deren Teig mit Eidotter angereichert wird, essen die Japaner gern. Aufmerksamkeit erregt man auf jeden Fall, wenn man Ume Somen bestellt, denn diese erhalten durch die Beimengung von Shiso eine pinke Farbe. Im Winter ist Nyumen sehr beliebt. Die Nudeln werden mit einer warmen Suppe, Gemüse und Fisch serviert.

Somen, die ins Auge fallen
Ume Somen Bild: YouTube / jmkn58710

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Die Nudelfabrik Saruwatari ist seit der Edo-Zeit (1603 – 1868) in Betrieb. Dort sind aktuell sonnengetrocknete scheinbar endlos lange Nudeln, die wie Seidenfäden glänzen, ein echter Blickfang. Der 33-jährige Kentaro Morodomi leitet die Nudelfabrik in zehnter Generation. Bereits seit Langem stellt die Familie die bekannten Nudeln mit zwei Bambusstäben per Hand her.

Familientradition mit Zukunft

Bei Saruwatari werden die Nudeln durch geschickte Manipulation der Bambusstäbe gedehnt, wobei die Haltestangen von der Decke der „Werkstatt“ hängen. Insgesamt werden die Nudeln auf eine Länge von circa vier Meter und einer Dicke von 0,5 Millimetern gezogen.

Familienbetrieb
Somen als Familientradition Bild: The Mainichi / Noriko Tokuno

Weil es in diesem Jahr viele sonnige Tage gab, freuen sich die Mitarbeiter von Saruwatari, den die Arbeit gingen ihnen leicht von der Hand. Morodomi zeigt sich erfreut über die gute Qualität seiner Nudeln, die an Kunden überall im Land gehen. Somen-Nudeln, die in der rauen Kälte des Winters in Kumamoto hergestellt werden, gelten als besonders fest und schmackhaft. Die Produktion soll in diesem Jahr noch bis Ende Februar weitergeführt werden.

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